Polen
11 Apr. 2010Noch ist Polen nicht verloren. Denn, wie man jetzt auch am Tod des polnischen Präsidenten sieht: Polen ist europäisch, ist noch nicht amerikanisiert. Darüber täuscht auch der eine oder andere Hamburgerbrater nicht hinweg. Denn was der Unglücksfall, dem große Teile der staatlichen Elite zum Opfer wurde, auch offenbart: In den Staaten wäre die Reaktion eine andere gewesen.
Denn dort wären früh Vermutungen laut geworden, daß es sich nicht um einen Unfall handeln könnte.
Wahrscheinlicher erschiene ein Attentat.
Denn Amerika ist vor allem auch eine Nation von Verschwörungstheoretikern. Ob der Tod von Kennedy oder Marilyn Monroe, dahinter steckt entweder die internationale Kommunismus, der Islamismus oder, wenn alles nicht hilft, zur Not die CIA. Ob irgendwelche Wetterballons in der Wüste niedergehen (ein von der Regierung unter Verschluß gehaltenes UFO) oder Menschen auf dem Mond landen (von Hollywood inszenierter Betrug), es steckt immer mehr dahinter als Banalität oder Schicksal. Sogar Filme werden darüber gedreht, teils über die wahren Hintergründe der Verschwörung, teils über die Hysterie der Verschwörungsgläubigen.
Aber nach dem Tode des polnischen Staatsoberhauptes hat man derlei noch nicht vernommen.
Nicht mal im heiligen Gral aller unter staatlichem Verfolgungswahn Leidender: Dem Internet.
Aber wer weiß: Vielleicht kommt das noch.
Zumindest, nachdem ich die Welt auf diesen Gedanken gebracht habe.
Vielleicht sollte man mal alle Archivaufnahmen der polnischen Obrigkeit auf verdeckte Zeichen hin überprüfen?