Die Co-Parteichefin der Partei "Die LINKE" spricht sich für den Kommunismus aus. Und zwar offen. Es sei wohl klar, daß er kommt, man sei sich nur noch nicht über den Weg im Klaren. Statt daß er kommt, wird die Dame wohl gehen müssen. Ansonsten wird die Nachfolgepartei der PDS, die wiederum Nachfolgepartei der SED ist, wohl die FDP in ihrer Talfahrt demnächst schlagen. Hat man der LINKEn schon des öfteren vorgeworfen, doch nur aus verkappten Sozialisten zu bestehen, so hat die Parteispitze immer weise und wahltaktisch überlegt abgewiegelt und sich auch klar etwa vom Sowjet-Kommunismus distanziert. Man hat sogar die Verbrechen der Stalin-Ära angeprangert und auch das Unrecht des SED-Regimes nicht verschwiegen.

Und nun das.

 

Hat man nicht schon genug Probleme?

 

Nachdem die Partei schon der Herr Ernst des Lebens eingeholt hatte und auch die Macht in Berlin gezeigt hatte, daß man zwar in der Rolle der Opposition viel fordert, aber bei Regierungsbeteiligung wenig bewegt, so ist das Bekenntnis der Chefin der GAU. Mag man zwar unter Kommunismus mancherorten das Paradies auf Erden verstehen, so hat der real existierende Kommunismus stets seine Kinder gefressen, nachdem die Ideale längst verputzt waren. Ob in Rußland, ob in der DDR, ob in Albanien, ob in Nordkorea, immer haben unter dem Deckmäntelchen der kommunistischen Idee die Menschen unter der Herrschaft weniger Despoten mit dicken Bäuchen (die Herrschenden, nicht die Beherrschten, die konnten sich beherrschen) gelitten. Auch in Kuba sind die Menschen nicht glücklich, jedenfalls ist man dort auch nicht überzeugt davon, gerade im Paradies auf Erden zu leben.

Überhaupt hat der Kommunismus fern der ursprünglichen Idee von Marx meist ruinierte Wirtschaften hinterlassen, die zum Teil ohne den Kapitalismus schon eher zusammengebrochen wären.

 

Daran sind auch zumeist die Regime gescheitert.

 

Daß sich Nordkorea halten kann, ist nicht wirklich ein Triumph der Überlegenheit des kommunistischen Manifests, sondern schlicht mittelalterlicher Knechtschaft und Verdummung der Massen. Daß sich Kuba noch hält, ist eher die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Auch China hat sich im Grunde dem Kapitalismus (leider derjenigen Prägung, die hierzulande das 19. Jahrhundert kennzeichnete) verschrieben und ist nur noch, was die Aufrechterhaltung der Machtverhältnisse betrifft, an kommunistischen Modellen zu messen.

Das muß man jenseits der Sozialromantik kleinlaut zugeben.

 

Der Autor dieser Zeilen muß gestehen, daß er das vor dem Fall des eisernen Vorhangs auch nicht so drastisch gesehen hat.

 

Aber spätestens seitBekanntwerden der Details aus der Tyrannei des Politbüros im Osten Deutschlands kann man den Kommunismus nicht mehr mit klarem Verstand verteidigen. Selbst die übelsten Kommunistenhasser vor der Wende kannten nicht die ganze Wahrheit. Und selbst deren geifernde Schreckensbilder wurden von so manchem harten Fakt aus dem Osten noch um Längen übertroffen.

Und nun also das Bekenntnis aus der Spitze einer deutschen Partei zum Kommnunismus.

 

Da begeht jemand politischen Selbstmord.

Und könnte eine ganze Partei mit in den Abgrund reißen.

 

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