7. Der Fund

 

 

Einer der großen Vorteile, in einer derart kleinen Großstadt wie Ingolstadt zu leben, ist, daß man schnell im Grünen ist. Nur wenige Minuten von der Innenstadt entfernt hört man schon den ersten Hahn krähen. Im Nu ist der gestreßte Städter inmitten relativ ungezähmter Natur voller ausgedehnter Wälder und Felder und Dutzender kleinerer und größerer Seen und Weiher.

Im Norden locken die steilen Klippen des Altmühltals, im Süden die auf Hügeln angelegten Hopfengärten, im Westen und Osten die weit gestreckten Donauauen.

 

Ein Eldorado für Radsportler. Und Jogger. Meinetwegen auch für Spaziergänger mit Schistöcken.

 

Man fährt durch idyllische Orte, deren freundliche Einwohner tatsächlich zurück grüßen. Man lebt dort überwiegend von der Landwirtschaft, sofern das die Milchquoten hergeben. Auf den Weiden dösen braun-weiße Kühe in der Sonne, während der Bauer auf den Feldern in aller Unschuld intensiv riechende Substanzen versprüht. Hühner gackern am Wegesrand. Mattgelbes Getreide wogt im Rhythmus des Windes, während Traktoren bizarr anmutende Maschinen mit ausladenden Gestängen hoppelnd über Schotterstraßen ziehen.

Gemeinden wie etwa Adelzhausen oder Freinhausen quellen über vor Geranienpracht, haben aber keine echte Chance beim Wettbewerb um das schönste Dorf Deutschlands.

 

Das kümmert hier aber keinen.

 

 

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