Marie Alexandrine Becker Marie Alexandrine Becker wurde 1877 in Lüttich, Belgien, geboren. Als sie 55 Jahre alt war, bekam ihre bis dahin unauffällige Biographie einen herben Bruch. offenbar waren ihr die bürgerlichen Konventionen zu eng und sie brachte ihren Ehemann mithilfe von Digitalis um, um sich ganz ihrem Geliebten widmen zu können. Allerdings ist wohl nur das Verbotene interessant, denn als die Türen für die neue Partnerschaft offen waren, langweilte sie ihr Freund schnell.

Also vergiftete sie auch ihn.

 

Mit zwei Erbschaften führte sie ein ausschweifendes Leben, das, als das Geld zu Ende zu gehen drohte, sie wohl nicht mehr missen wollte. Sie umgarnte wesentlich jüngere Männer, was kostspielig war, denn sie soll sie auch für sexuelle Gefälligkeiten bezahlt haben. Also eröffnete sie eine Boutique, die zwar gut ging, aber ihren teuren Lebensstil dennoch nicht finanzieren konnte. Daher begann sie, pflegebedürftige Damen zu pflegen. Diese vergiftete sie, stahl alles, was sie bekommen konnte und ließ die Opfer allein sterben. Merkwürdig, daß zunächst keinem auffiel, daß viele ihrer weiblichen Bekannten rund um sie herum plötzlich wie die Fliegen dahingerafft wurden. Allerdings prahlte sie vor einer Bekannten mit ihren Kenntnissen von Gift, was letztere veranlaßte, die Polizei einzuschalten, indem sie Frau Becker in anonymen Briefen des Mordes bezichtigte.

Man exhumierte ihre Opfer und fand bei 11 Verstorbenen Gift, welches man auch bei Marie Becker sicherstellen konnte: Sie trug es stets in ihrer Handtasche mit sich herum.

 

Wer weiß, wann man es einmal brauchen konnte. Und dann womöglich keines griffbereit hatte.

 

Auffällig war auch, daß sie theatralische Weinkrämpfe angesichts der Vorwürfe vorspielte, dann aber abends dennoch ihren Vergnügungen nachzugehen imstande war. Auch fand man bei ihr säckeweise Kleidung der Opfer, aber auch jede Menge Schmuck. Sie wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, weil kurz zuvor die Todesstrafe abgeschafft worden war.

Sie starb dann aber nur 2 Jahre später 1938 eines natürlichen Todes in Haft.

 

Leider gibt es nur ein einziges Foto von ihr, meinem gemalten Bild oben nicht unbedingt unähnlich: becker 

 

 

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