Man mag es sich gar nicht vergegenwärtigen, was passieren mag, wenn die Abnahme der Deutschen weiter so anhält. Entvölkerte Landschaften, nur noch von zugereisten Sozialhilfeempfängern aus fernen Ländern bewohnt. Von erheblichen Engpässen bei Arbeitnehmern ist schon jetzt die Rede, insbesondere im Facharbeiterbereich.
Aber ist das richtig?

Ist nicht eher ein zunehmender Abbau von Arbeitsplätzen zu beklagen?

Beispiele gefällig? Bitte sehr:

1. Kaum noch ein Auto oder ein elektronisches Gerät wird heute wirklich repariert. Die Industrie ist immer mehr dazu übergegangen, alle möglichen technischen Hilfsmittel mit Modulen zu bestücken. Kaum eine Werkstatt schraubt noch wirklich daran herum öder lötet irgendwelche kleinen Bauteile ein. Stattdessen wird einfach das ganze Modul ausgetauscht, in dem sich der Fehler befinden könnte. Und das das Diagnosegerät per Computer als Fehlerquelle benannt hat. Um solch ein Diagnosegerät anzuschließen und anschließend das Modul auszutauschen, braucht man kein Fachmann mehr zu sein. Das kann jeder Angelernte. Wenn man heute etwa etwas zum Media Markt bringt, dann gibt man sein Gerät ab. Dann bekommt man irgendwann später entweder ein Neues (wenn die Garantiezeit noch nicht abgelaufen ist) oder es wird mehr oder weniger vorgeschlagen, das ganze Innenleben des Gerätes auszutauschen, was mehr kostet als das Neugerät (wenn das Gerät konstruktionsgemäß den Geist erst nach Ablauf der Garantiezeit aufgegeben hat). Seitdem gehe ich auch nicht mehr zum Mdia Markt (ich bin doch nicht blöd).

2. Selbst Finanzämter wollen ihre Steuererklärungen jetzt per Internet bekommen, was sicher Personal einspart, jedenfalls qualifiziertes. Überhaupt schafft sich die öffentliche Verwaltung vermehrt PCs an und hat dann einen guten Vorwand, mit weniger Menschen mehr zu arbeiten, denn der elektronische Weg spart ja viel Zeit ein. Dann kann weniger Personal dieselbe Zeit für mehr Arbeit aufwenden.

3. Es gibt inzwischen sogar Bäckereien mit Selbstbedienung, was auch so manche Bäckereifachverkäuferin einspart. Notwendig ist dann nur eine angelernte Kassenkraft. Wer wollte sich auch noch von einer mißmutigen Angestellten bedienen lassen, wenn es einfacher ohne ginge?

4. Zunehmend kaufen die Menschen auch per Maus-Klick ein, was so manchen Händler überflüssig macht. Direkt beim Erzeuger spart man noch bares Geld.

Wo sollen also Fachkräfte fehlen? Man muß in Zukunft womöglich nicht einmal mehr das Haus verlassen, kann alles per Internet erledigen. Es muß da draußen also gar keine Menschen mehr geben, die alles am Laufen halten. Und man selbst wird auch nicht mehr gebraucht, weswegen man ja gerade zu Hause bleiben kann. Und nicht laufen muß, da nichts laufen muß.
Und ohne jeden Service jeden solchen überflüssig macht.

Schöne, neue Welt.

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