Die angeordnete Staatstraurigkeit für getötete Soldaten ist nach meiner Überzeugung der falsche Weg. Falsch auch deswegen, weil die Trauer nicht echt ist. Nachdem auch der weit überwiegende Teil der Bevölkerung eine Beendigung des Kriegs in Afghanistan eintritt, ist die Trauer um Menschen, die dumm genug sind, ihr Leben dafür einzusetzen, damit weit entfernt ein sinnloses Fuchteln mit Waffen stattfindet, nicht allzu weitreichend.

Und im Wege der Friedenssicherung sollten Soldaten auch nicht beweint werden.

 

Denn das dient nur als Anreiz und propagandistische Ausrede, weitere Soldaten in Kriegsgebiete zu schicken.

 

Es sollte den Soldaten nicht versprochen werden, daß sie durch ihren Tod zu Helden werden könnten. Wenn man ihnen wahrheitsgemäß auseinandersetzen würde, daß sie nach einem sinnlosen Tod in der Heimat schnell vergessen werden, es würden vielleicht weniger junge Menschen den sinnentleerten Weg des Dienstes an der Waffe gehen. Aller guten Verdienstmöglichkeiten zum Trotz.

Für mich sterben die Soldaten nicht.

 

Wenn es nach mir ginge, sie wären schon gar nicht Soldat geworden. Das machen sie allenfalls für Politiker, die noch glauben, den amerikanischen Interessen folgen zu müssen.

 

Wenn, dann müssen sie mit dem Risiko leben, daß ihr Todesschrei auf taube Ohren trifft. Daß ihr Tod nicht bewundert wird. Sondern, daß das Leben zu Hause schnell zur Tagesordnung übergeht.

Sie leben aber nicht mehr. Und weitere werden - auch ihrem Beispiel - folgen.

 

Muß das sein?

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