100 1314Peter Kürten wurde am 26.5.1883 in Köln geboren. Sein Vater war ein gewalttätiger Alkoholiker, der die Mutter zuweilen dazu nötigte, sich vor der ganzen Familie auszuziehen. Man lebte mit 13 Personen in einer winzigen Wohnung, was auch zu sexuellem Mißbrauch führte, der den Vater im Gefängnis landen ließ. Auch Peter Kürten belästigte seine Schwestern, wenn er nicht von einem Nachbarn, der Hundefänger war, zur Sodomie mit Tieren angeregt wurde.

 

Er war lediglich neun Jahre alt, als er einen Gleichaltrigen von einem Floß stieß und ihn und einen weiteren Jungen, der dem ersten zu Hilfe kommen wollte, unter das Floß drückte, wo beide ertranken. Die Polizei hielt dies jedoch für einen Unfall.

 

Nachdem die Familie nach Düsseldorf gezogen war, führte Kürten seine Sodomie an Schafen fort, die er während des Vorganges erstach. Er lief von zu Hause fort und hielt sich mit Diebstählen über Wasser. Im Laufe der Jahre sollte er insgesamt 17 Freiheitsstrafen erhalten und insgesamt 27 Jahre im Gefängnis verbringen. Eine Lehre bei einem Gießer brach er ab, nachdem er mißhandelt worden war, wobei der die Kasse mitnahm. Er ging zum Militär, wo er aber desertierte und begann, sich sexuell daran zu erregen, indem er mehrfach Feuer legte.

 

Am 25.5.1913 brach er in ein Zimmer eines erst 13jährigen Opfers ein, das er tötete und anschließend vergewaltigte. Trotz eines am Tatort vergessenen Taschentuchs mit seinen Initialen wurde sein Bruder des Mordes verdächtigt. Nach einer längeren Untersuchungshaft wurde dieser allerdings wieder freigelassen. Peter Kürten beging weitere Gräueltaten, neben versuchten Tötungsdelikten auch vollendete, die ihn sexuell erregten. Unterbrochen von einer Phase, in der er eine bürgerliche Existenz an der Seite einer Zuchthäuslerin, die versucht hatte, ihren Verlobten zu ermorden. Dann zog er eine blutige Spur durch seine Umgebung, Brandstiftung, Vergewaltigung und Morde an drei Personen, die allerdings nicht zueinander in Verbindung gebracht wurden.  Ein geistig behindertes Mann wurde für einen der Gewalttaten festgenommen, aber wieder entlassen.

 

Kürten verletzte drei weitere lebensgefährlich und tötete zwei weitere. Er schickte einer Zeitung Hinweise auf zwei Leichen, die daraufhin gefunden wurden. Eine Dame, die nicht mit ihm verkehren wollte, "eher wolle sie sterben", stach er nieder und floh. Sie beschrieb den Täter, der aber immer noch nicht gefaßt werden konnte, sondern weiter versuchte und vollendete Tötungsdelikte beging. Ein weiteres Opfer verschonte er - und wurde mit ihrer Hilfe gefaßt.

 

Im Strafprozeß wurde sein Antrag auf Feststellung seiner Unzurechnungsfähigkeit zurückgewiesen. Er wurde wegen neunfachen Mordes (die vielfachen, versuchten Tötungsdelikte ließ man offenbar unter den Tisch fallen) zum Tode verurteilt und am 2.7.1931 hingerichtet.

 

Im Farbkreis hat er die Farbe Goldgelb. 

 

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