Feiertage
07 Jan. 2010 Wir leben hier im goldenen Westen und, ja auch im goldenen Süden. Denn wir schaffen ein Kunststück, das eigentlich allen Behauptungen der Wirtschaftsweisen widerspricht: Wir haben deutlich mehr Feiertage als weiter nördlich.
Und dennoch geht es unserer Wirtschaft auch noch besser.
Wie ist das möglich: Mit weniger Arbeitstagen produktiver sein?
Ist es die Zufriedenheit oder sind Bayerns Angestellte einfach besser ausgeruht? Nutzen bayrische Arbeitskräfte die Arbeitszeit besser oder schöpft man aus dem katholischen Glauben mehr Hoffnung, den man dann in erhöhte Arbeitsenergie münzt? Hat Martin Luther dem Norden durch Abschottung vom päpstlichen Glauben ein Ei gelegt?
Durch die Abschaffung einiger katholischer Feiertage wurde auch das Bruttoszozialprodukt geschwächt?
Oder sind katholische Gegenden generell effektiver (Großbritannien etwa soll es inzwischen ja insgesamt sehr schlecht gehen)?
Wie man es auch dreht und wendet (die Katholiken sich gestern im Bett, die Protestanten und -onkel am mühsamen Rad der Wirtschafts-Geschichte): Mit weniger Arbeit mehr leisten, das sollte doch für die Bundesregierung Anlaß genug sein, noch mehr gesetzliche Feiertage einzuführen. Das wäre ein Wachstumsbeschleunigungsgesetz, das diesen Namen auch verdient.
Oder man führt zwangsweise wieder den Katholizismus flächendeckend in Deutschland ein.
Dann hat man keine Probleme mehr auch mit der Religionsfreiheit.
Und die Wirtschaft brummt auch wieder.