Es ist doch eigentlich schade, daß wie Tierarten auch Wörter aussterben. Die Sprache verarmt. Alles, was nachkommt, ist zumeist aus dem Angloamerikanischen in originaler Aussprache entnommen. So manches Wort, das noch vor wenigen Jahren in aller Munde war, stößt nunmehr auf Unverständnis. Wer bietet denn noch Waren feil? Wo grunelt es noch nach einem Sommerregen? 
Sicher, Waren kann man auch anbieten, aber wie beschreibt man den Geruch des Regenwassers auf dem Boden? 

Oder will man darüber gar nicht mehr reden?

Viele neue Ausdrücke sind technisch bedingt (simsen, im Internet surfen, chatten, Laptop, Computer) oder Jugendliche finden derlei Ausdrücke zur Abgrenzung von der Erwachsenenwelt unabdingbar (chillen, cool). Sicher, man könnte sich auch nur Nachrichten schreiben, sich im Netz unterhalten, mit einem Klapprechner oder Rechner arbeiten, sich ausruhen oder etwas gut finden.
Aber auf englisch scheint das die große, weite Welt zu atmen, nicht den deutschen, kleinbürgerlichen Mief.

Wobei derlei Sprachgebrauch nicht gerade gewinnt, wenn man Anglizismen deutsch ausspricht, insbesondere im Dialekt.

Nun will ich diesem Trend (also dieser Zielrichtung) einmal entgegen treten. Abgesehen davon, aussterbende Begriffe weiterhin im Alltag zu verwenden. Und der deutschen Sprache ein Wort schenken, das ich schon lange benutze. Woher ich es habe, weiß ich nicht. Ob ich es mit selbst ausgedacht habe oder es sich um ein Familienerbstück handelt, kann ich ebenfalls nicht sagen.
Das Wort heißt: "Unschlack".

Es bezeichnet die Massigkeit einer Gestalt, die groß ist und sich entsprechend schlaksig und nicht allzu ästhetisch bewegt.

So, das war es schon, das Wort ist in der Welt. Ob diese das Wort benutzt, bleibt abzuwarten. Vermutlich wird es sich nicht durchsetzen. In hundert Jahren ist man klüger. Oder die Sprache ärmer, jedenfalls nicht wiederzuerkennen. 
Aber wer weiß das schon.

Einen Versuch war es wert. 
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