Das ist nicht nur der Verlegenheitstip der Fußballlaien, wenn sich ihnen nicht so recht erschließen will, wer gewinnen wird. Das ist auch ein häufig anzutreffendes Ergebnis, wenn zwei nicht ausschließlich defensive Mannschaften aufeinander treffen.

Oder besser gesagt: Sich auf dem Spielfeld nicht mehr oder weniger aus dem Weg gehen. 

 

Dann kann es auch ein 1:0 oder ein 0:0 werden.

 

Aber auch sonst ist Zweizueins im Leben oftmals als Konstellation zu finden. Schon Kinder sehen sich bei ihren Wünschen einer Phalanx von Mutter und Vater gegenüber, wenn sich nicht einer der beiden Elternteile aus Bequemlichkeit ins Lager des Kindes begibt und den anderen Elternteil zum Bösen macht, sich dann zwei Gegnern gegenüber sieht. Im Trennungsfalle bleiben dann meist Mutter und Kind zusammen und bilden eine Einheit gegen den Vater.

Nicht zu vergessen die Frau und deren Anwalt gegen den Mann.

 

Aber auch in der Liebe kennt man die Zweizueins-Konstellation. So haben Dreiecksbeziehungen, die es nicht eben selten gibt, meist einen Außenstehenden gegenüber zwei Verbündeten. Einer wird meistens ausgegrenzt, was die beiden anderen noch enger zusammenschweißt. Eine Menage a trois hat selten drei völlig ebenbürtige Mitglieder. Meist ist es der betrogene Partner, der dann dumm aus der Wäsche schaut. Wobei es auch die Geliebte sein kann, die sich nach Jahren allein verbrachter Weihnachtsfeste im Alter in völliger Einsamkeit wiederfindet, wenn der verheiratete Geliebte in den Ruhestand geht und der Ehefrau gegenüber keinen Grund mehr findet, sich über Nacht zur Geliebten zu begeben.

Oder wenn die Geliebte krank wird und sich der Ehemann dann plötzlich wieder auf die guten, alten Familienwerte besinnt.

 

Guter Schein zum bösen Spiel.

 

Da ist es im Fußball schon gemütlicher. Zwar gibt es da auch Verlierer, die aber die Niederlage gemeinsam tragen können und den Fehler nicht bei sich suchen müssen. Es kann immer der Schiedsrichter herhalten, der Trainer oder zur Not der Flatterball.

Und so ein Einszuzwei kann auch Motivationsschub sein, es beim nächsten Mal besser zu machen.

 

Denn im Gegensatz zum wahren Leben ist ein Zweizueins im Sport nicht das Ende.

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