das auge äugt, die nase näselt,

doch der zahn, der zahnt nur selten. 

der säugling zahnt, wenn er nicht saugt. 

das läßt sogar der duden gelten. 

 

die faust kann fausten, dem mund kann´s munden, 

doch zahnt´s dem zahn selten bis kaum. 

er beißt und kaut zwar unumwunden, 

und braucht dafür nicht mal viel raum. 

 

das knie, das kniet, die haare haaren. 

der zahn aber bleibt solches schuldig, 

fällt manchmal aus zwar mit den jahren, 

doch bleibt, soweit ich weiß, geduldig. 

 

die zunge zügelt, der atem atmet, 

doch still in reihe steht der zahn.

bereit steht er, ja, und er wartet 

auf des menschen speiseplan. 

 

das leben lebt, der tod, der tötet ,

der zahn, scheint´s, hat kein eigenleben. 

wer ihn pflegt, hat keine nöte.

wer nicht, naja: so ist das eben.

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