Am 21.12.2012 geht die Welt unter. Mal wieder. Weil an diesem Tag angeblich der Maya-Kalender ausläuft (andere sagen: Nur die so genannte "Lange Zählung" wiederholt sich). 

Dabei haben wir schon so manchen Weltuntergang überlebt.

 

Tragische Ereignisse (nicht jeder sieht das allein ästhetisch wie etwa Herr Emmerich).

 

Gerne erinnern wir uns alle (die Älteren unter uns werden sich erinnern) an die erste Jahrtausendwende am 31.12.999 (jaja, die Besserwisser wissen: Das erste Jahrtausend endete erst am 31.12.1000). Leider tat sich wenig, allerdings gab es ab diesem Datum keine Dinosaurier mehr (wenn man den Kreationisten glauben darf, und da ist Glauben bekanntlich alles). Tatsächlich war das aber nicht die erste Prognose, die das Ende der Welt vorhersah.

Hier eine kleine Auflistung:

 

250 n. Chr.

Verkündet von Montanus, einem christlichen Sektenführer. Ein Pionier.

 

500 n. Chr.

Der römische Kirchenschriftsteller und Gegenpapst Hippolytus ging davon aus, daß die Erde 5500 v. Chr. erschaffen wurde und insgesamt 6000 Jahre alt werden würde. 


800 n. Chr.

Einige christliche Propheten datierten den Beginn der "Großen Woche" auf das Jahr 5200 v. Chr. und legten somit auch das Ende auf 800 n. Chr. fest, weil nach 6000 Jahren Schluß wäre. Das war ein Fehl-Schluß.

 

992 n. Chr.

In diesem Jahr fielen Mariä Verkündung und Karfreitag, also Geburt und Tod, auf denselben Tag.

 

31. Dezember 999

Papst Sylvester II verkündete, daß um Mitternacht des 31. Dezember 999 die Welt untergehen würde. In der christlichen Welt brach allgemeine Endzeitstimmung aus. Verwirrte Charaktere plünderten das Land (wofür, wenn doch danach Schluß war?) und man forderte die Hinrichtung von Zauberern und Hexen. Aber als die Welt sich am ersten Januar des Jahres 1000 noch immer drehte, beruhigte sich das Volk wieder. Papst Sylvester behauptete, nur seine Gebete hätten den drohenden Weltuntergang verhindert.

 

1000 

Gemäss der Prophezeiung des Heiligen Johannes würde Satan von seinen Ketten befreit, denn die tausend Jahre gingen zu Ende. Kaiser Otto III, der mächtigste Herrscher seiner Zeit, kroch auf dem Boden herum und gelobte, Mönch zu werden, wenn sich dadurch das Jüngste Gericht aufhalten ließe. Dank sei ihm und seiner Einsatzbereitschaft.

 

1169 

Im Jahre 1169 fand ein seltenes astronomisches Ereignis statt, welches den Weltuntergang einleiten sollte: Alle Planeten waren in dem Sternbild  Waage  vereint. Wenn das nicht offensichtlich auf das Ende der Welt hinwies. Leider ging der Aberglaube der Astrologie nicht unter.

 

1186 
Der Astronom Johannes von Toledo sagte im Jahr 1179 voraus, daß der Weltuntergang sieben Jahre später, also im Jahre 1186, mit verheerenden Erdbeben und Stürmen beginnen würde. Denn im September dieses Jahres standen sämtliche Planeten im Zeichen der Waage (irgendwie lernen die Abergläubigen niemals dazu). In Europa brach daraufhin wieder einmal eine Massenhysterie aus. In Deutschland grub man allerorten Schutzräume, der Kaiser von Byzanz ließ alle Fenster seines Palastes vermauern (ein eher untaugliches Mittel gegen den Weltuntergang). Der Erzbischof von Canterbury ordnete sogar ein dreitägiges Fasten an, um Großbritannien auf das jüngste Gericht (da man wohl glaubte, mit großem Hunger nicht verspeist werden zu können) vorzubereiten. 

 

1254 
König Frederick II. rechnete vor, daß der Papst Innocent IV. der Antichrist war, da sich die Buchstaben von dessen lateinischen Namen zu 666 addieren lassen.

 

1260 
Der katholische Abt Joachim of Fiore lehrte, dass der Messias wieder erscheinen würde, wenn die Erde sieben Phasen durchlaufen hätte. Im Jahr 1200 waren nach seiner Lehrmeinung 40 Generationen seit Christus vergangen. Daraus leiteten seine Anhänger den Weltuntergang für das Jahr 1260 ab, wohl meinend, daß der Erlöser das Rentenalter nicht würde erreichen können.

 

10-14. Februar 1420
Mitte Februar des Jahres 1420 sollte nach der böhmischen Taborite-Bewegung Christus erneut auf der Erde erscheinen und den Weltuntergang einleiten. 

 

1500 
Der katholische Priester Girolamo Savonarola, der seit 1490 die baldige Ankunft des Messias und das Strafgericht Gottes ankündigte, sagte den Weltuntergang für 1500 voraus.

 

1500 
Der italienische Maler Sandro Botticelli schrieb folgende Notiz unter sein berühmtes Gemälde 'Mystic Nativity':
'I Sandro painted this picture at the end of the year 1500 in the troubles of Italy in the half-time after the time according to the 11th chapter of St John in the second woe of the Apocalypse in the loosing of the devil for three and a half years. Then he will be chained ... as in this picture.'

 

1.2.1524
Der erste Februar des Jahres 1524 wurde gleich von mehreren Astronomen als Weltuntergangstermin festgesetzt. Denn an diesem Datum trafen sich die Planeten Jupiter, Saturn und Mars im Sternbild der Fische - diesmal aber wirklich ein sicheres Zeichen für eine Sintflut. Tief beeindruckt flohen 20.000 Londoner auf die umliegenden Hügel, um ihrem Gott beim Ende der Welt ein paar Meter näher zu sein. 

 

1532 
Das Jahr 1532 war das erste Jahr, in dem Martin Luther die Welt untergehen ließ. Jeder fängt einmal klein an.

 

19. Oktober 1533
Am Neujahrsabend 1533 verkündete Pfarrer Stifel in seiner Gemeinde, der kleinen kurfürstlichen Residenz Lochau, dem späteren Annaburg, daß er aus bestimmten Wortrechnungen, die auf die Gleichsetzung der Buchstaben mit den aufeinanderfolgenden Dreieckzahlen fußten, den Weltuntergang für den 19. Oktober 1533 um 8 Uhr früh datieren könnte. Die Worte des von Martin Luther eingeführten Pfarrers waren fatal: Viele Bürger bestellten ihre Äcker nicht mehr und lebten nur noch nach diesem Ziel. Annaburg wurde zum Wallfahrtsort, die Zahl der Selbstmorde stieg sprunghaft an.
Pfarrer Stifel erfand später den Vorläufer der Logarithmentafel und lehrte an der Universität Jena als Professor für Mathematik. Millionen von Mathematikschülern wünschten, die Welt wäre vor dieser Erfindung untergegangen.

 

1538

 Als es dann 1532 doch nichts mehr werden wollte, verschob Martin Luther den Weltuntergang kurzerhand um 6 Jahre.

 

1541 

1541 war der dritte und letzte Termin, für den Martin Luther den Weltuntergang prophezeite. Danach zog er sich aus der Weltuntergangsprophetenszene zurück. Schade eigentlich.

 

1650

Nach Berechnungen der "5 Monarchen" sollte der Weltuntergang im Jahre 1650 beginnen.


1665 
Im Jahre 1665 wurde Shabbetai Tzevi von den meisten jüdischen Gemeinden in Europa und im mittleren Osten als der Messias gehalten. Ein großes Vorbild für die Juden seiner Zeit war er aber nicht, denn als er ein Jahr nach seiner Ernennung zum Messias zum Islam konvertierte, folgte ihm kaum jemand.

 

1666 
Die Zahl 1666 ist die Summe aus den Zahlen 1000 und 666 (Der Zahl des Teufels). Klar, daß weltuntergangsmäßig daraus Einiges zu holen war. Gott sei Dank sah das der Weltuntergang anders.

 

1666 
Der genuesische Seefahrer und Entdecker Amerikas Christoph Kolumbus vertraute weniger auf "die Vernunft, die Mathematik und die Weltkarten" als auf Berechnungen des Kardinals Pierre d'Ailly, wonach "noch etwa 155 Jahre fehlen, bis die 7000 voll sind, nach denen das Weltende kommt" (man hatte also der Inflation Tribut gezeugt und die berühmten 6000 Jahre aufgerundet). Kolumbus entschied sich für das Jahr 1666 - die letzten drei Ziffern ergeben die Zahl für das Fabeltier in der Offenbarung des Johannes. Seine Reise begriff er als eine Etappe auf dem Weg ins endzeitliche Paradies und unterschrieb seine Briefe mit "Christoferens" - "Bringer Christi".

 

1692
Der päpstliche Legat und Kardinal Pierre d'Ailly sagte 1419 das Weltende zunächst für 1692 voraus und später für 1789.

 

1800 
Die katholische Prophetin Suzette Labrousse sah im Jahre 1790 den Weltuntergang voraus und datierte ihn auf das Jahr 1800.

 

1814 
1814 gab Frau Southcott, eine 64 jährige Jungfrau und Teilzeitwahrsagerin, bekannt, das sie schwanger sei und den neuen Messias, den Shiloh, zur Welt bringen würde. Kurz nach seiner Geburt würde die Welt untergehen und nur ihre Anhänger würden gerettet werden. 21 Ärzte untersuchten sie daraufhin und 17 von ihnen kamen zu dem Ergebnis, das Southcott entweder schwanger oder "wahrscheinlich schwanger" sei. Dutzende von Anhängern campierten vor ihrem Haus, das Wunder erwartend und wurden enttäuscht, da der Messias nicht zum erwarteten Zeitpunkt erschien. Frau Southcott starb 10 Tage später. Ihre Anhänger entschieden, das Kind sei in den Himmel gefahren und würde später zurückkehren.

 

21. März 1843, Mitternacht
Dieses Datum wurde von zahlreichen Theologen aufgrund des 8. und 9. Kapitels des biblischen Buches Daniel ermittelt, in dem von "2300 Abenden und Morgen" die Rede ist, die die Erde dauern werde (ein Abend und ein Morgen = 1 Jahr), sowie von siebzig Wochen oder 490 Jahren (?), die mit dem Tode des Erlösers im Jahr 34 schon vergangen waren. Damit verbleiben von der Geburt Jesu noch 2300-490+34=1844 Jahre. Der 21. März schliesslich ergab sich durch den Frühlingsanfang, da ja auch die Welt im Frühling erschaffen wurde (wenn man den Darwinisten nicht glaubt). Merke: Mit entsprechender Gestaltung der Zahlen kann man sich jeden tag einen Weltuntergang gönnen.

 

21. März 1844
Dieses Datum wurde durch den amerikanischen Babtistenprediger William Miller im Jahre 1818 verkündet, welcher den Termin aus den Wörtern und Zahlen der Bibel errechnet hatte. Eine Million Menschen glaubten ihn und verschenkten Hab und Gut, was sie am 22. März 1844 wohl schwer bereut haben dürften. Nachdem der "Doomsday-Termin" verstrichen war, gab Miller bekannt, sich geirrt zu haben: Er hätte den Beginn der "Reinigung durch Christus" gemeint. Seitdem gibt es die Sekte der "Adventisten".

 

1864 
Der britische Prediger Edward Irving sagte den Weltuntergang für das Jahr 1864 voraus. Aus seiner Anhängerschuft ging später die Neuapostolische Kirche hervor. Merkwürdig, daß diese eine Zukunft hatte.

 

1874 
Im Jahre 1874 sollte für die Zeugen Jehovas nach Aussagen ihres Gründers Charles Taze Russell die Welt zum ersten Male untergehen. Aber da sie sich gegen Ende des Jahres noch immer drehte, verlegte er den Weltuntergang rasch auf den 1. Oktober 1914 (ob das geklappt hat, erfahren Sie unten, spannend, nicht wahr?).

 

1881 
Dieser Weltuntergangstermin geht auf eine Wahrsagung einer gewissen "Mother Shipton" aus dem England des 15. Jahrhunderts zurück, die mit den Worten endet: "The world to an end will come - in eighteen-hundred-and-eighty-one". Schnapszahlen waren schon immer prädestiniert, die Welt in den Abgrund zu reißen. Das liegt aber eher an zuviel Schnaps und zuviel Zahlen.

 

1891 
Am 14. Februar 1835 predigte Joseph Smith, der Gründer der Mormonen, auf einer Versammlung: "Das Kommen des Herrn ist nahe, es sollen noch 56 Jahre bis dahin vergehen". Möglicherweise ist das der Grund, warum seine Anhänger noch immer im 19. Jahrhundert leben.

 

1901 
Der Pfarrer Michael Baxter, Herausgeber des "Christian Herald", verkündete 1889 in seinem Buch "The End of This Age About The End Of This Century", daß 1896 144.000 (die Zahl hatten wir doch schon einmal?) gläubige Christen entrückt werden und 5 Jahre darauf -  also 1901 - die Welt untergehen würde. 

 

17. Mai 1910, Mitternacht
Im Mai 1910 näherte sich der Halleysche Komet zum 27. Male seit seiner ersten Beobachtung der Erde. Eine wahre Hysterie brach aus: Tausende von Menschen in Europa versammelten sich in Kirchen und beichteten ihre Sünden, viele begingen Selbstmord. Andere wiederum verschenkten Haus und Habe oder gaben sich dem Hedonismus hin. In Oklahoma mußte die Polizei sogar ein Mädchen vom Altar der "Select Followers" retten, die den Allmächtigen mit einem Menschenopfer zu besänftigen versuchte. Das scheint geglückt zu sein.

1914 
Die Panacea Society wurde gegründet, um die Schriften und Überzeugungen von Joanna Southcott, einer Seherin im London des frühen 19. Jahrhunderts, zu verbreiten (siehe oben 1814). Helen Exeter, die Gründerin dieser Gesellschaft, legte die Rückkehr des Messias auf das Jahr 1914 fest, nachdem der Termin im Jahre 1814 aus irgendwelchen Gründen geplatzt war. Ihren Irrtum erlebte sie nicht mehr, sie ertrank am Anfang des "Schicksalsjahres". Nun legte die Panacea Society alle ihre Hoffnungen in eine verschlossene und versiegelte Kiste aus Frau Southcotts Nachlass, die das Datum der Rückkehr enthüllen soll. Dummerweise darf diese Kiste nur im Beisein aller Bischöfe der Kirche Englands geöffnet werden. 1997 schaltete "The Panacea Society" eine Serie von Zeitungsanzeigen, um diese zu versammeln. Aber sie kamen nicht. Der Weltuntergang scheitert derzeit daher allein an der Bequemlichkeit der englischen Geistlichkeit.

 

1914 
Für die Zeugen Jehovas ging wieder einmal die Welt unter. Das Datum berechneten sie aus dem Buch Daniel, Kapitel 4. In diesem ist von "sieben Zeiten" die Rede. Die Sekte interpretierte: 7 Zeiten a 360 Tage macht insgesamt 2520 Tage. Diese wurden wiederum als 2520 Jahre ausgelegt, ausgehend von 607 v. Chr. (wie man sieht, unterscheiden sich auch die Grundrechenarten der ZJ von den allgemein anerkannten doch erheblich). Als die Welt es dann aber doch nicht tat, verkündeten die Kirchenoberen, daß Christus unsichtbar gekommen war und nur von wahren Gläubigen gesehen werden konnte. Des Kaisers neue Kleider auf weltuntergängisch.

 

1925 
Ein weiteres Jahr, in dem für die Zeugen Jehovas die Welt untergehen sollte. Warum, so doch der unsichtbare Messias doch schon da war?

 

1953 
In seinem Buch "The Great Pyramid, Its Divine Message" sagte David Davidson den Weltuntergang für das Jahr 1953 voraus.

 

1957 
Nach Auffassung des kalifornischen Pastors Mihran Ask sollte im Januar 1957 der grosse Kampf zwischen Gut und Böse stattfinden. Millionen von Menschen sollten verbrannt und die Erde versengt werden. Für Schalker Fans wurde diese Prophezeihung wahr: Denn Dortmund wurde Meister.

 

22. April 1959
Am 22. April des Jahres 1959 erwarteten Hunderte von Anhängern der Davidaner-Sekte auf ihrer abgelegenen Farm in Waco, Texas, vergeblich auf die Ankunft des Messias. Allerdings gab es zu dieser Zeit noch keine Navgationsgeräte, weswegen er sich vielleicht verfahren haben könnte.

 

1960 
Der schottische Astronom Piazzi Smyth veröffentlichte 1860 ein Buch, welches sich mit der Pyramidenforschung beschäftigte. Er glaubte, das in den Abmessungen der Pyramiden Botschaften über die Zukunft versteckt wären. Aus seinen Studien schloss er, das die Welt noch vor Ende des Jahres 1960 untergehen würde. Er scheint sich vermessen zu haben. Es wäre aber vermessen zu sagen, daß diese Vermessungen reiner Humbug waren.

 

1960 
Im Jahr 1960 warteten die Mitglieder der Sekte des Bruder Emman am Fusse des Montblanc vergeblich auf das prophezeite Ende der Welt.

 

4. Februar 1962
Die Prophezeiung von Sybille von Prag aus dem 17. Jahrhundert konnte von ihr persönlich nicht mehr falsifiziert werden.

 

1969 
Für Charles Manson stand es fest, dass die Welt im Jahre 1969 untergehen würde. Er behauptete, die "Beatles" wären Engel der Apokalypse und ihre Songs wie "Helter Skelter" oder "Revolution Number 9" enthielten kryptische Botschaften über die Zukunft. 

 

1973 
Moses David, der Gründer der christlichen Sekte "Die Kinder Gottes" glaubte, dass 1973 ein Komet die Erde treffen und alles Leben in den Vereinigten Staaten vernichten würde. Immerhin wurde in Südamerika geputscht.

1975 
Im Jahre 1975 ging für die "Zeugen Jehovas" zum vierten Male die Welt unter (Zeitschrift Erwachet, #8 vom 22.4.1967). Für die Zeugen Jehovas ist der Weltuntergang wohl ein Fortsetzungsroman.

 

1978 
Nach einem Massenselbstmord auf Anweisung ihres Messias Jim Jones in Jonestown im Dschungel Guyanas erfuhren 923 Mitglieder der Volkstemplersekte nicht mehr, daß die Erde sich weiterdrehen würde.

 

28. Juni 1981
Die "Lighthouse Gospel Tract Foundation" aus Arizona wusste zu berichten, daß am 28. Juni 1981 mit absoluter Sicherheit die Welt untergehen würde. Heute kann man mit absoluter Sicherheit sagen, daß absolute Sicherheit relativ trügerisch sein kann.

 

1981 
Der Fernsehprediger Arnold Murray sah das Erscheinen des Antichristen für das Jahr 1981 voraus. Panikartig kauften daher viele Amerikaner einen der frühen Apple-Computer. Vielleicht gibt es aber auch keinen Zusammenhang zwischen den beiden Ereignissen.

 

30. Juni 1981
An diesem Datum sollten die Anhänger des Evangelisten Bill Maupin zum Himmel fahren. Dieser fand nach seinem Scheitern die Ursache für die unterbliebene Himmelfahrt : Die Sinai-Halbinsel gehörte noch nicht zum jüdischen Staatsgebiet.

 

1982 
Wim Malgo, der Gründer des Missionswerks M"itternachtsruf", terminierte im Jahr 1979 aus astrologischen Gründen das Weltende auf den Frühling 1982. Wieder ein Triumph der Astrologie, der aber ihrer Beliebtheit keinen Abbruch tat, obwohl es sie nach ihrer eigenen Vorhersage nicht mehr geben sollte.

 

1984-1999 
Tokyo, New York, San Francisco, Los Angeles und Bombay würden von der Erdoberfläche verschwinden, die Menschheit würde mit der grössten Flut seit Noah geschlagen und schwerste Erdbeben und Vulkanausbrüche wären der Tagesordung. All das und noch viel mehr sah Bhagwan Shree Rajneesh, Guru der Rajneesh-Bewegung, für die Jahre 1984-1999 voraus. Genau so kam es, wie Sie sich sicher erinnern werden.

 

1986 
Obwohl die USA faktisch schon seit 1973 nicht mehr existieren dürfte, sah Moses David, Führer der "Kinder Gottes", den grossen Kampf zwischen Gut und Böse für das Jahr 1986 voraus. Die Vereinigten Staaten und Israel würden von Russland vernichtend geschlagen und eine weltweite kommunistische Diktatur würde eingeführt. Und im Jahre 1993 würde Christus dann auf der Erde erscheinen und allem ein Ende machen. Gut zu wissen, daß Jesus immerhin kein Kommunist ist.

 

1988 
Der christliche Fernsehkanal "Trinity Broadcasting Network" legte den Weltuntergangstermin auf den 10./11. September des Jahres 1988 fest. Der Kanal unterbrach sein reguläres Programm und sendete den ganzen Tag Instruktionsvideos für Ungläubige mit Verhaltensmassnahmen bei einer plötzlichen Himmelfahrt. Weil man ja auch am letzten Tag seines Daseins nichts Besseres zu tun hat, als fernzusehen.

 

1988 
Der amerikanische Prophet Charles Taylor riet den Gläubigen, im Jahr 1988 in das Heilige Land zu reisen. Denn wenn sie sich ein Zimmer am Olivenberg nehmen würden, könnten sie die Rückkehr des Herrn aus nächster Nähe beobachten. Die Werbung für das örtliche Reisebüro schlug jedoch schief.

 

Mai 1988
1986 wiesen Wim Malgo, der Gründer des Missionswerks Mitternachtsruf und Norbert Lieth, sein publizistischer Nachfolger, auf den Mai 1988, den 40. Geburtstag Israels, als möglichen Weltuntergangstermin hin.

 

8. Mai 1988
"Bald ist die Zeit da, wo euere Kinder geholt werden - all diese reinen, unschuldigen Geschöpfe Gottes sollen gerettet werden - sollen nicht diesen Heuschrecken und Skorpionen ausgesetzt werden, die euch quälen werden - fünf Monate lang. Die Auserwählten unter euch, die mit den Kindern geholt werden, werden mit unseren Helfern für sie sorgen. Es wird ihnen an nichts fehlen - glaubt mir, sie werden es wunderbar haben. Einige Zeit werden sie auf unseren Mutterschiffen zubringen. Später werden sie an einen wunderschönen Ort gebracht werden..."
All dies sollte, wenn man der 4000 Mitglieder starken Michaelsvereinigung in Dozwil im Thurgau am Bodensee Glauben schenken durfte, am 8. Mai des Jahres 1988 geschehen. Als die Welt sich am 9. Mai immer noch drehte, randalierten die Mitglieder in Dozwil und die Sekte trat in eine Uminterpretations- und Konsolidierungsphase ein. Ein neues Weltuntergangsdatum wurde noch nicht festgelegt. Ich halte Sie auf dem Laufenden.

 

29. September 1988
Hart Armstrong, der Vorsitzende der "Christian Communications", terminierte in seinen Publikationen den 29. September 1988 als den Termin der Entrückung.

 

Oktober 1988

Viele Christen glaubten, das im Oktober 1988 die Welt untergehen würde, da nach der Gründung Israels (1948) eine Generation (40 Jahre) vergangen war. In völliger Panik wurde daraufhin Michael Douglas der Oscar verliehen. Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun. Aber das Andere ist immerhin tatsächlich passiert.

 

1990ff
"Summit Whitehouse" wurde 1957 von Reverend Mark Prophet gegründet, nachdem dieser vom Heiligen Geist besucht und zur Gründung beauftragt wurde. Nach seinem Tod 1967 übernahm seine Frau Elisabeth Wulf alias "Guru Ma" die Führung der Vereinigung. Sie benannte den Kult um in "Church Universal And Triumphant" und zog mit ihren Anhängern auf eine mit Waffen bewachte Ranch in Montana. Von den Anhängern wurde die Abgabe allen Besitzes und die Unterordung unter das strenge Regime der Organisation erwartet, die sogar den Sex zwischen verheirateten Paaren kontrollierte. In den 80er Jahren begann man mit dem Bau eines massiven Bunkers und dem Anlegen eines Waffenlagers, um dem von Guru Ma für 1990 vorrausgesagten Atomkrieg überleben zu können. Nach 1990 behauptete die Führerin, sie hätte nie ein exaktes Datum genannt und nur behauptet, daß für die Welt die Gefahr einer Katastrophe bestünde.

28. Oktober 1992

Der Führer der südkoreanischen, evangelisch orientierten "Dami Mission Church" legte den Weltuntergang auf denn 28. Oktober 1992 fest. Einige seiner 20.000 Jünger brachten sich aus Angst um, viele verliessen Familie und Arbeitsplatz. Der Sektenführer musste anschliessend ein Jahr ins Gefängnis und eine Strafe von umgerechnet 41.000 Mark zahlen wegen Betrugs.

 

1993 
In Erwartung des nahen Weltuntergangs verschanzten sich die Mitglieder der Davidianersekte auf der Ranch 'Apocalypse' des Gurus David Koresh im texanischen Waco. Als Polizisten das Anwesen nach mehrwöchiger Belagerung stürmten, verbrannten 85 Sektenmitglieder.

 

24. November 1993
Maria Tsvyguna, Führerin der radikalen russischen Sekte "Grosse Weiße Bruderschaft", erkor sich selbst zum weiblichen Messias "Maria Devi Christos" (um die Frauenquote bei den Messiassen gerecht zu gestalten) und legte den 24. November 1993 als Weltuntergangstermin fest. Massen aus der ukrainischen Oberschicht glaubten ihr und hofften, zu den 144.000 (schon wieder diese Zahl) zu gehören, die gerettet werden würden. Glücklicherweise wurde ein geplanter Massenselbstmord von 500.000 Sektenmitgliedern durch das rechtzeitige Eingreifen der russischen Behörden verhindert. Idioten sollte es nie zu wenig geben.

 

1994 
Im Jahre 1994 sollte für die Sonnentempler die Welt untergehen. Dieses Ereignis wurde von den Sektenmitgliedern mit einem Gruppenselbstmord mit 53 Toten gefeiert. Nach dem Tod sollten sie in feinstofflicher Form durch den Kosmos zum Planeten Sirius fliegen, wo sie zu christusähnlichen Sonnenwesen werden würden, während die Erde von apokalyptischen Ereignissen geschüttelt würde. 38 von den 53 Opfern, die den Transit zum Planeten Sirius nicht freiwillig mitmachen wollten, wurden von der Sekte umgebracht. "Die Stunde der Offenbarung ist gekommen, es ist die Stunde der Apokalypse", verkündete der ehemalige Truppenarzt Luc Jouret kurz vor dem dramatischen Ende.
Am 15. Dezember 1995 wurden in einem Waldstück bei Grenoble die Leichen von 16 weiteren Sektenmitgliedern gefunden. Sie brachten sich um, weil sie über alle Maßen enttäuscht waren, von ihren Führern Di Mambro und Luc Jouret beim ersten Transit zum Sirius übergangen worden zu sein.
Am 22.3.1997 fand die Feuerwehr in einem brennenden Landhaus fünf verkohlte Leichen. Drei verstörte Kinder, die sich in einem Nebengebäude aufhielten, erklärten gegenüber der Feuerwehr, daß sich ihre Eltern auf dem Weg zum Planeten Sirius gemacht hätten. Dies sei bereits der zweite Versuch gewesen. Beim ersten Versuch hätten einige Pannen den kollektiven Selbstmord verhindert. Weil die Kinder diesen Wahnsinn nicht noch einmal erleben wollten, bettelten sie beim zweiten Mal um ihr Leben. Nach einer langen Auseinandersetzung betäubte ihr Vater sie und brachte sie in das Nebengebäude.

 

September 1994
Der amerikanische Fernsehprediger Harold Camping erklärte vor einem Millionenpublikum, daß die Welt im September 1994 untergehen würde. Tatsächlich waren weltweit Fußballfans todtraurig, daß ihre Lieblingsmannschaft nicht Weltmeister geworden war.

 

1995 
Norbert Lieth, der publizistische Nachfolger des 1993 verstorbenen Wim Malgo, meinte in dessen Todesjahr, daß im Jahr 2000 der Auftritt des Antichristen vorbei wäre, was einen Beginn der Weltendereignisse um 1995 voraussetzte. Logik ist selten eine Stärke von Propheten, vor allem von erfolglosen.

 

1996 
"Unsere Welt wurde im Jahre 4004 v. Chr. erschaffen, und zwar am 26. Oktober um 9 Uhr in der Früh", verkündigte der Erzbischof Ussher of Armagh im Jahre 1659. Das Ende der Welt kannte er auch schon: 1996 sollte es so weit sein, im 6. Tag der "Grossen Woche", also 6000 Jahre nach Erschaffung der Welt (Klugscheißer werden einwenden: Nur 5999 Jahre nach Christi Geburt).

 

1996 
Die Deutschlehrerin K. warnte im Unterricht ihre Schüler vor dem nahen Weltuntergang: Am nächsten Freitagabend erfolge in Russland ein Putsch durch Wladimir Schirinowski, danach breche ein weltweiter Atomkrieg aus. Ein Überleben auf der Erde gebe es nicht, dafür eine Zukunft im lichtdurchfluteten Universum. Tausende von Raumschiffen seien für die Evakuation von allen Kindern und von Anhängern der so genannten "Sternengeschwister" im Anflug. Ob sie diesen Unsinn auf deutsch oder auf russisch lehrte, ist nicht überliefert.

10. April 1997
Die Kanadier Dan Miller und Bob Wadsworth vom "Biblischen Astronomischen Nachrichtenblatt" hatten es sich zur Aufgabe gemacht, im Himmel nach Zeichen für die Ankunft des Antichristen und der Rückkehr des Messias zu suchen. Alten Überlieferungen zufolge sollten besondere Konstellationen im Himmel wichtige Entwicklungen auf der Erde vorhersagen. Aufgrund ihrer Beobachtungen wussten sie die Ankunft des Antichristen für den 10. April 1997 vorherzusagen. An diesem Tag sollte er als Papst Peter II. die Macht im Vatikan übernehmen. Immerhin senkte man daraufhin bei Aldi die Preise für Toilettenpapier.

1997 
Die Zahl 1331 ist eine äusserst magische Zahl, da sie beispielsweise vorwärts gelesen dasselbe ergibt wie rückwärts oder gleich zweimal die Unglückszahl 13 enthält. Addiert man zu der magischen Zahl 1331 die 666 (Number of the Beast) aus der Offenbarung, ist es mehr als offensichtlich, daß der Antichrist nur im Jahre 1997 zurückkehren konnte. Vielleicht hätte man die Zeugen Jehovas nach ihrer Auffassung der Grundrechenarten fragen sollen, denn mit rechnerisch zutreffender Mathematik sollte man dem Weltuntergang nicht kommen.

Ende 1997 / Anfang 1998
"Die Religionen gelangen zu einer neuen Blüte. Heilige und Propheten werden erscheinen und die Gläubigen sicher führen. Die Meere werden kleiner werden, die Wüsten expandieren. Die Welt leidet unter Missernten und Hungersnöte, das Wetter spielt verrückt. Geisteskrankheiten und Gewalt nehmen sprunghaft zu, die Naturgesetze sind ausser Kraft gesetzt und Dämonen erscheinen im hellsten Tageslicht. Die Pest und andere Plagen breiten sich mit ungebremster Kraft über den Erdball aus. Und im Jahre 2001 soll die Menschheit endgültig vernichtet werden."
Das alles und noch viel mehr sollte schon seit Ende 1997 / Anfang 1998 auf der Erde los sein - wenn man der "Internationalen Hellsehervereinigung" Glauben geschenkt hätte, die zu diesem Scenario kam, da 92% ihrer 120.000 Mitglieder dieselbe Vision hatten. Der Rest hatte wohl leider Recht.

 

25. März 1998
Im März 1998 versammelten sich 150 Mitglieder der taiwanesischen christlich-buddhistischen Sekte "God's Salvation Church" in Garland, Texas, um dort auf die Ankunft Gottes zu warten. Sie gingen davon aus, das Gott am 25. März auf Kanal 18 in Garland eine Fernsehansprache halten würde. Wenige Tage später, am 31. März um 10.00 Uhr sollte er sich in einen Menschen reinkarnieren. Dabei würde er das Äussere des Sektenführers Hoh-Ming Chen annehmen. Der Quote von Kanal 18 stieg leider nicht, trotz des prominenten Moderators. Vielleicht lag dies daran, daß er seinen Vetrag nicht erfüllte und nicht erschien.

 

25. Juli 1998
Die Mitglieder der "Church of SubGenius" glaubten, das am 5 Juli des Jahres der langersehnte "X-Day'" gekommen wäre. An diesem Tag würden Ausserirdische vom Planeten "XISTS" landen und die auserwählten "SubGenii" auf die Raumschiffe des Sex-Gottes beamen. Der Rest der Bevölkerung würde anschliessend sehr, sehr langsam vernichtet werden. Als dies dann doch nicht eintraf, war der selbsternannte Hohepriester nicht um eine Antwort verlegen: Leider seien das Artefakt, auf dem das Datum stand, auf den Kopf gestellt worden - nicht 1998, sondern 8661 sei das richtige Datum. Super, dann haben wir noch etwas Zeit.

 

Ab September 1998
Im September wurden zwei christliche Pilger einer radikalen amerikanischen Vereinigung in Israel verhaftet. Das Ziel ihrer Reise war ein Anschlag auf die Al Aqsa Moschee auf dem Tempelberg in Jerusalem, dem drittgrößten Heiligtum des Islams. Durch den Anschlag sollte ein massiver Religionskonflikt ausgelöst werden, der langfristig zum Armageddon führen sollte. Nach Zerstörung der Moschee sollte der "Dritte Tempel" an dem Standort der Moschee errichtet werden, da nach der Offenbarung Jesus zurückkehren würde, wenn an diesem Ort wieder rituelle Tieropfer an der Tagesordnung wären. Ich hoffe, dieses Beispiel findet keine Nachahmer.

 

Oktober 1998
Der Sekte House Of Yahweh zufolge sollte der Weltuntergang im Oktober des Jahres 1998 beginnen. Bis zum Jahre 2001 sollten 80% der Weltbevölkerung aufgrund von Atomkriegen hinweggerafft worden sein. Der Bevölkerungszuwachs spricht eine andere Sprache.

 

November 1998
Nach Natalia de Lemeny - Makedonova's Buch "Ewige Gesetze - neue Menschheit - spirituelle Transformation" sollte im November 1998 ein gewisser Immanuel, der Sohn des Schöpfers und Herrscher des tausendjährigen Reiches, in Slowenien geboren werden. Als Zeichen seiner Geburt sollte ein Stern am Himmel erscheinen, der von jedem Punkt der Erde gesehen werden könnte. Mit seiner Geburt würde die Reinigung der Erde eingeleitet. Leider blieb insbesondere die Reinigung aus, weshalb es der Erde nach wie vor dreckig geht.

 

1998 
Die Philippinische Sekte "Centro" sagte das Ende der Welt für das Jahr 1998 voraus. Alle Anhänger wurden gebeten, dem Verstand zu folgen und sich an sichere Orte zurückzuziehen. Wo man vor dem Weltuntergang sicher wäre, wäre sicher interessant zu erfahren.

 

1998 
1998 ist das Weltuntergangsjahr unbegabter Zahlenmystiker. Für sie wurde Jesus ohne wissenschaftliche Belege exakt 37 Jahre alt. Also wurde Jesus in der 1998. Woche seines Erdendaseins an das Kreuz geschlagen (37*54 Wochen, also "lange" 37 Jahre). Die Quersumme von 1998 ist 27. Addiert man die 2 und die 7 aus der 27 erhält man 9 (2+7=9). Teilt man wiederum 1998 durch die neun, erhält man die - überraschenderweise - mystische Zahl 222.
Außerdem steht in der Offenbarung des Johannes: 'Wer Verstand hat, berechne den Zahlenwert des Tieres -- seine Zahl ist 666." 666 ist das Dreifache der magischen Zahl 222. Wo die 3 herkommt, mit der noch zu multiplizieren wäre, bleibt mysteriös.

Zusatzgag am Rande: Einfacher ist die Rechnung 666+666+666=1998

 

1999 
Wenn der 1998 mal wieder über die Ufer getretene Rhein es nicht schaffen sollte, eine neue Sintflut auszulösen, hätte es uns immer noch 1999 treffen können, am Weltuntergangs-Stichtag der 'Adventisten'. Und wenn dann nicht, dann mögen danach noch weitere Jahre folgen. irgendwann wird es schon klappen. Da bin ich unbesorgt.

 

1999 
Hon-Ming Chen, Führer der "God's Salvation Church" und seine Anhänger glaubten, daß 1999 ein Nuklearkrieg weite Teile der Erde zerstören würde. Die Gruppe glaubte, in einem neunjährigen Jungen eine Reinkarnation Jesu Christi gefunden zu haben. Wenn dieser "Jesus des Ostens" mit dem 'Jesus des Westens' vereint würde, sollten über 100 Millionen Leben gerettet werden. Von dem anderen Jesus glaubten sie, daß er 1969 in Vancouver geboren wurde und wie Abraham Lincoln aussah. Wie die Vereinigung der beiden Kinder sich gestalten sollte, will ich mir lieber nicht vorstellen.

 

1999 
"Das Ende der Zeit ist nahe (...) Das 'Ende' (oder der Neu-Beginn) könnte irgendwann einmal kommen zwischen 1984 und 1996, spätestens aber 1999" (Aus dem Buch Ashtar). Alle Gläubigen werden von außerirdischen Intelligenzen, die die Evakuierung rechtzeitig über Fernsehen, Radio und Telepathie bekanntgeben werden, mittels Lichtstrahlraumschiffen gerettet. Da aber das Jahr 2000 näher rückte, hatten die Ashtar-Medien eine neue Lehre entworfen: Den Ufos um Ashtar wäre es gelungen, die Reinigung der Erde ohne Weltuntergang einzuleiten. Der Übergang in die gereinigte, paradiesische Zeit würde also ein allmählicher sein, der abrupte Weltuntergang wprde     unnötig.

 

1999 
Uriella, geistiges Oberhaupt der Sekte "Fiat Lux" (nicht zu verwechseln mit einer Luxuskarosse eines italienischen Autoherstellers), erwartete einen riesigen Planetoiden, welcher angeblich Ende 1999 auf unserem Planeten einschlagen würde. Ganze Erdteile sollten dabei verschwinden, gleichzeitig würde aber auf wundersame Weise im Bermuda-Dreieck der versunkene Kontinent Atlantis aus dem Meer empor gelupft. Ein Polsprung würde die Erde aus der Achse kippen und weitere Naturkatastrophen nach sich ziehen. China und die USA würden die Waffen kreuzen, Russland über Europa herfallen; ein Meteorit, der noch dieses Jahr in die Nordsee einschlagen würde, würde mit einer 300 Meter hohen Welle Nord- und Westdeutschland überschwemmen. Nur ein Drittel der Menschheit würde die Katastrophen überleben. Obwohl das alles sehr plausibel klang, trat es aus reiner Böswilligkeit nicht ein.

 

1999 
Der deutsche Geologe und Nostradamusforscher Alexander Tollmann war davon überzeugt, daß im September 1999 ein Komet in die Erde einschlagen würde. Als Folge sollte ein 600 Grad heisser Sturmwind und ein gigantisches Erdbeben mehrfach um die Erde wüten. Dadurch würde ein "Weltenbrand" entstehen, wodurch es zu einer weltweiten Verdunkelung durch Staub und Wolkenschichten kommen sollte. Einen Monat später, im August, sollte nach Tollmann der Dritte Weltkrieg ausbrechen mit einer "Endschlacht bei Köln".  

 

Juli 1999
Prophezeiung des Nostradamus, Vers 10/72: "Jahr Neunzehnhundert Neunundneunzig, im siebten Monat/ wird vom Himmel der grosse Schreckenskönig kommen." Der alte Nossi ist immer für eine Prophezeihung gut.

 

11. August 1999
Der Pariser Stardesigner und Hobbyprophet Paco Rabanne war sich ganz sicher: Am 11. August, dem Tag der Sonnenfinsternis, stürzt die russische Raumstation "Mir" auf die Erde und lässt die französische Hauptstadt in einem Meer aus Flammen untergehen.  

 

9. September 1999
Am 9.9.1999 um 9 Uhr sollte für die Mitglieder einer indonesischen Sekte die Welt untergehen. Die Mitglieder verkauften ihren gesamten persönlichen Besitz und verbarrikadierten sich für 9 Tage in ihren Häusern. Als am Weltuntergangstichtag nichts geschah, verloren einige der nun mittellosen Mitglieder der Sekte die Kontrolle und erschlugen drei ihrer Führer.

 

19. Dezember 1999
Der "'Bibelexperte" Dotson Meade wollte aus den am Toten Meer gefundenen Schriftrollen herausgelesen haben, daß am 19. Dezember 1999 ein Ereignis eintreten würde, welches das Ende der Welt einläuten würde. Tatsächlich stellten viele Menschen fest, daß sie immer noch nicht alle Weihnachtsgeschenke zusammen hatten und gerieten mitten in der "staden Zeit" in Panik.

 

31. Dezember 1999

Schon im Vorfeld bereitete Stadtdirektor Mike Richardson der neuseeländischen Stadt Christchurch die lokale Presse auf das große Ereignis zur Jahrtausendwende vor - die Wiederkunft Christi. Richardson, ein fundamentaler Christ, verteilte unter seinen christlichen Brüdern Schriften, die darauf hinwiesen, daß das städtische Schwimmbad für Massentaufen genutzt werden könnte und das soeben renovierte Sportstadium für Zusammenkünfte der Heiligen. Und der eben erst fertiggestellte Kathedralenvorplatz zeugte von der Niederlage Satans, der alles getan hätte, um die Fertigstellung zu verhindern.

 

31. Dezember 1999
Joseph Kibweteere, der Anführer der "Bewegung für die Wiedereinsetzung der Zehn Gebote Gottes", einer katholischen Sekte in Uganda, legte den 31. Dezember 1999 als Termin für den Weltuntergang fest. Als sich die Welt im neuen Jahrtausend immer noch drehte, verlegte er kurzerhand den Weltuntergang um einige Monate.

 

2000
Für die Jahrtausendwende sagte Jack van Impe stürmische Ereignisse voraus. Der Antichrist würde erscheinen und der Erde 7 schlechte Jahre bescheren. Tatsächlich war in einigen Teilen Ingolstadt-West der Fernsehempfang während dieser Zeit nicht zufriedenstellend.

 

2000 
Die Fernsehastrologin Elisabeth Tessier hielt aufgrund einer bestimmten Planetenkonstellation im Jahre 2000 den Weltuntergang für möglich. Die Option wurde aber vom Weltuntergang nicht gezogen.


2000 
Im Jahre 2000 sollte für die Zeugen Jehovas nun endgültig die Welt untergehen. Der fünfte Weltuntergangstermin würde wahrscheinlich am 1. Januar 2001 bekanntgegeben. Die Führungsriege der ZJ hatte sich, aus fadenscheinigen Gründen, von einer erneuten genauen Datierung des Weltunterganges distanziert. Das Jahr 2000 wurde allerdings von einer Vielzahl Zeugen, die nach wie vor die "Jahr 1914-Lehre" vertreten, für sehr wahrscheinlich gehalten. ("Einige von der Generation, die 1914 lebte, werden das Ende des Systems der Dinge erleben und überleben")


2000
Verkündet vom 1945 verstorbenen amerikanischen Propheten und Wahrsager Edgar Cayce., sollte sich die Apokalypse mit schweren Erdbeben in Los Angeles, San Francisco und New York ankündigen; die Mittelmeerländer würden vom Meer verschlungen.

 

2000 
Die französische Laienschwester Jeanne Le Royer sah im 18. Jahrhundert das Ende des Papsttums und danach den Untergang der Welt voraus. Vielleicht hätte sie vorher eine Profischwester fragen sollen.

 

2000 
Der Oxforder Märtyrer Bischof Hugh Latimer schrieb im Jahr 1552: "The world was ordained to endure, as all learned men affirm, 6000 years. Now of that number there be passed 5552 years, so that there is no more left but 448." (Die Welt ist, wie jeder gelehrte Mensch bestätigen kann, dazu bestimmt, 6000 Jahre zu überdauern. Von diesen sind bisher 5552 Jahre verstrichen, so das der Erde nur noch 448 Jahre bleiben.) Doch wieder nur 6000 Jahre?

 

2000 
Auch der englische Physiker, Mathematiker und Astronom Sir Isaac Newton glaubte, daß im Jahre 2000 das Ende der Welt gekommen wäre. Spätfolgen eines Unfalls mit einem Apfel, den er auf den Kopf bekommen hatte.

 

2000 
Schon 1998 reisten die ersten Anhänger der amerikanischen radikal-christliche Sekte "Concerned Christians'" (Besorgte Christen) als Touristen nach Israel ein. Ihr Anführer Monte Kim Miller hatte sie davon überzeugt, daß zur Jahrtausendwende der Weltuntergang bevorstünde. Sie wollten deshalb am 31. Dezember 1999 Selbstmord begehen, um "ewiges Leben im Jenseits" zu finden. Miller glaubt, dass sie drei Tage nach ihren Freitod in Jerusalem wieder auferstehen würden. "Jesus Christus starb am Kreuz, und auch wir haben die Pflicht zu sterben."

2000 
Vater Gobbi, Geistlicher der Marienbewegung sollte die Jungfrau Maria erschienen sein und ihm folgendes mitgeteilt haben: "Ich bestätige dir, dass im Jubiläumsjahr 2000 mein reines Herz triumphieren wird, wie ich es bei Fatima prophezeit habe und daß Jesus Christus ruhmreich zurückkehren wird, um über die Erde zu herrschen."

 

2000 
In seinem Buch "The Late Great Planet Earth" sagte Hal Lindsey die Schlacht Armageddon für das Jahr 2000 und die Wiederkehr Christi für 2007 voraus. Einer anderen Quelle zufolge schreibt Lindsey, daß die Gründung Israels eine wichtige Vorbedingung für den Beginn der Endzeit wäre. Die Generation, die diesem Ereignis beiwohne, würde nach Lindsey auch das Ende erleben. Da eine Generation im biblischen Sinne 40 Jahre dauert, müsste die Welt spätestens 1988 untergehen. Logik für nicht sehr Fortgeschrittene.

 

2000 
Wenn man dem deutschen Weltuntergangspropheten Hans Jürgen Ewald Glauben schenken durfte, würde das Jahr 2000 ein Schicksalsjahr der Menschheit. Denn in diesem Jahr würde ein schwarzes Loch in unser Sonnensystem vordringen und den Merkur zerstören. Ein Trümmerstück des Merkur träfe die Erde und eine 400 Meter hohe Flutwelle würde über Deutschland hinwegrollen und das Land weitgehend zerstören. Kalifornien und Japan würden sogar komplett im Meer versinken.

 

2000 
Die Geburt eines Entenkükens mit drei Beinen versetzte in einem Armenviertel im Norden Perus viele Leichtgläubige in helle Aufregung. Abergläubische Bewohner in der Provinz Piura sahen darin ein Zeichen für den Weltuntergang im Jahr 2000. Ein Foto des "hässlichen Entleins" aus der Provinz erschien sogar in der Tageszeitung "Expreso", die in der Hauptstadt Lima erscheint.

Dies ist übrigens ein Jubiläum, der 100. Weltuntergang. Gratulation. 

 

2000 
Norbert Lieth, unermüdlicher Verkünder von Weltuntergangsterminen, wagte sich 1997 wieder einmal an die schwierige Materie des Weltuntergangsvorhersagens heran und datierte nach einigen Fehlschlägen den Weltuntergang auf das Jahr 2000.

 

11. Januar 2000
Einem Bericht der Zeitschrift 'Weekly World News' zufolge ist der CIA in Besitz eines außerirdischen Raumschiffes, welches in der Wüste New Mexicos notlanden musste. Ein Überlebender der Besatzung - einer hochentwickelten Rasse - berichtete, daß Gott wie eine Furie im Universum wüten würde. Er sei von allen seinen Kreaturen enttäuscht und arbeitet sich systematisch durch das Universum, um alle bewohnten Planeten zu zerstören. Die Erde stünde auch auf seiner Liste. Offenbar ist er erst beim Buchstaben "E" (oder doch schon bei "W" wie Welt?).

 

17.3.2000
Nachdem die erste Prognose, den Weltuntergang auf den 31. Dezember 1999 festzulegen, daran scheiterte, daß die Welt leider nicht tat wie erwartet, erklärte der selbsternannte Prophet der christlichen Sekte "Bewegung für die Wiedereinsetzung der Zehn Gebote Gottes" seinen Anhängern, daß ihnen am 17. März die Jungfrau Maria erscheinen und sie in den Himmel führen werde und forderte sie auf, allen irdischen Besitz zu verkaufen und sich auf die Fahrt in den Himmel vorzubereiten. Am Stichtag versammelten sich seine Anhänger in der Kirche des Dorfes Kanungu, rund 350 Kilometer südwestlich der ugandischen Hauptstadt Kampala. Nach stundenlangem Singen geistlicher Lieder übergossen sie sich mit Benzin und zündeten sich an. Die meisten der 560 Toten, darunter auch viele Kinder, verbrannten bis zur Unkenntlichkeit. Nach dem Massaker fanden sich in Uganda noch zahlreiche Massengräber mit Toten, die ihrem Anführer nicht freiwillig folgen wollten und deshalb von den anderen Anhängern getötet wurden.

 

5. Mai 2000
Einige Astrologen vertraten die Ansicht, daß am Ende des 5. Mai 2002 die Welt untergehen würde. An diesem Tag standen alle inneren Planeten unseres Sonnensystems auf einer Linie. Nach Angaben der NASA kommt es schon bei der Stellung von zwei Planeten in dieser Position zu einer 20%igen Steigerung der Sonnenaktivität. 

 

31. Mai 2000

Am 31 Mai sollte der Stern von Betlehem zurückkehren, denn Saturn und Jupiter gingen im Sternbild Stier eine große Konjunktion ein. Das Horoskop in den Tageszeitungen sah dies nicht voraus und hatte überraschenderweise Recht.

 

2002 

Nach dem Pfarrer J.S. Malan aus Kapstadt wäre die Welt im Jahre 2002 untergegangen. Er hatte sich aber schon bei der Vorhersage der Zeit des "Großen Drangsals" 1995 geirrt hatte, so daß wir alle gespannt darauf warten, auf welchen Termin er die nächste Apokalypse datiert.

 

2003 
In Eatonton, 60 Meilen südöstlich von Atlanta, lebten 80 Afroamerikaner unter der Führung des Häuptlings Black Eagle Malachi York in Tama-Re, einem Ort mit einer 12 Meter hohen Pyramide. Dort warteten sie darauf, daß die Prophezeiungen ihres Führers Wirklichkeit würden. York war ein verurteilter Schwerverbrecher, der in seinem Paß gerne als Geburtsort die Galaxie "Illyuwn" lesen würde. Er verbreitete, das im Jahr 2003 ein Raumschiff landen und 144.000 Auserkorene mitnehmen würde. Vermutlich hat sich das Raumschiff nur zeitlich und örtlich verflogen und landete in Rosswell in den 50er Jahren.

 

2005 
Der Zeitplan des Evangelisten George Curle sah für 2005 die Wiederkehr Christi und das Millenium Israels voraus. Schon tragisch, wenn der Messias kommt und auch Jahre später hat es noch keiner gemerkt.

 

3.2.2012

Auch der leider unbekannte Schriftsteller Michael von Benkel wagte eine Weltuntergangsprognose. Begründung: An dem Tag "habe er einen Zahnarzttermin". Aus undurchsichtigen Gründen wurde der Termin aufgehoben. Gegenüber gut interessierten Greisen behauptete er, daß er keine Angst vor dem Zahnarzt hätte, sondern nur vor dem Weltuntergang. Den Zahn sollte man ihm noch ziehen.


2012 
Michael Drosnin, Autor des Buches "Der Bibelcode", glaubt, in den 5 Büchern Mose eine geheime Botschaft entdeckt zu haben, aus der hervorgeht, daß im Jahr 2012 ein Komet auf der Erde einschlagen und alles Leben vernichten wird.

 

2012 
Die Seherin Sakina Blue Star legte die Sagen der Hopi-Indianer so aus, daß danach die Menschheit schon dreimal vernichtet worden ist (auch originell, daß eine Quelle nacheinander viermal untergehen würde). Das erste Mal ging die Welt unter, als sich die Achsen verlagerten; das zweite Mal in der Eiszeit und das dritte Mal während der Sintflut. Nun sei das Ende der 4. Welt gekommen und unser Planet befände sich momentan in einer Phase der großen Reinigung (das wurde aber auch Zeit), die 2012 abgeschlossen sein soll.

 

22. Dezember 2012
Die Maya hielten dieses Jahr für das Ende ihre letzten Zykluses, danach wird die Welt vergehen. Allerdings gibt es hierzu auch andere Ansichten. Warten wir also getrost ab (sofern die gute alte Erde nicht doch schon vorher untergegangen sein sollte).

 

2076
Bede, der Erwürdige errechnete im 8 Jhd., das Jesus 3942 Jahre nach Erschaffung der Welt geboren wurde. Die 6000jährige "Grosse Woche" würde genau im Jahr 2076 enden.

 

2076 
Einige Sekten erwarten den Weltuntergang im Jahre 1500 des muslimischen Kalenders, und das entspricht dem Jahr 2076 unseres Kalenders (so entsprechen sich Islam und Christentum, gehen wenigstens zusammen unter).

 

(Hinweis: Da die Welt ohnehin ständig untergeht, habe ich in memoriam Herrn von und zu Guttenbergs weite Teile der Liste ohne Quellenangabe dem Internet entnommen. Sollte die Welt bereits untergegangen sein, sofern Sie dies hier dann noch lesen können, dann ignorieren Sie bitte diesen Hinweis; man wird mich kaum vor dem Jüngsten Gericht verklagen. 

Diese Angaben sind, wie immer, ohne Gewähr. Nicht eingetretene Weltuntergänge sind vom Umtausch ausgeschlossen.)

 


Zurück zu Home