Von außen betrachtet ist es vielleicht einfacher, einen Lösungsweg zu erahnen. Eine Verschärfung der Waffengesetze ist angesichts des schauerlichen Amoklaufs in einer Grundschule in den Vereinigten Staaten wohl der einzige Weg. Der Königsweg. 

Die Amerikaner sehen das wohl anders.

 

Kill the king.

 

Machte sich die "National Rival Association" beim letzten (oder war es das vorletzte?) Gemetzel noch lächerlich, indem sie behauptete, das Blutbad hätte verhindert werden können, wären alle Beteiligten bewaffnet gewesen (was bodenlos erscheint, man bedenke das Blutbad, wenn alle Anwesenden aufeinander geschossen hätten, ja, der Amerikaner hat sogar ein freundliches Wort dafür: "Friendly Fire"), so zieht dieses Mal dieses fadenscheinige Argument nicht. Oder wollte man sogar Fünfjährige bewaffnen (Nein, natürlich nur alle Erziehungsberechtigten und Lehrer und Hausmeister und Verwandte und Erzieher und Kindergärtner)? 

Eine entwaffnende Argumentation. Die schon im kalten Krieg zu nichts als einem schrecklichen "Gleichgewicht" geführt hat.

 

Allein, es wird nicht zu einer Entwaffnung kommen.

 

Wieder einmal wird die Chance nicht genutzt werden, ein Ereignis zum Anlaß zu nehmen, um umzudenken. Aber wer sind wir, der wir den Finger auf Andere richten? Wir denken auch nicht um angesichts der Klimakatastophe, wir kümmern uns nicht um den Welthunger und bei uns selbst damit anzufangen, kommt schon mal gleich gar nicht in Frage.

Weniger Energie verschwenden? Kleinere Autos fahren oder gar zu Fuß gehen? Weniger Fleisch essen? Damit nicht Afrikas Weizen unserer Schlachttiere füttern muß?

 

Das kommt doch gar nicht in die McDonald´s Senior-Tüte!

 

Wir werden uns mit unseren eigenen Waffen schlagen.

 

 

PS: Danke Justin für die Verbesserungen. Allerdings: "Rival", das war Absicht und sollte ein Wortspiel sein.

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