Geradezu inflationär ist die Menge an Prominenten heutzutage. Und darunter sind viele, die man gar nicht kennt. Ist ein Prominenter auch ein solcher, wenn er eigentlich völlig unbekannt ist? Das Privatfernsehen ist offenbar nicht der Meinung und recycelt des öfteren Menschen, die irgendwann einmal in grauer Vorzeit ihre berühmten 15 Minuten berühmt waren (zumindest einem begrenzten Kennerkreis) und dieses Gefühl von Berühmtheit noch einmal genießen wollen.

Vielleicht auch nur für siebeneinhalb Minuten

 

Denn seit Herrn Warhol ist die Zeit schnelllebiger geworden.

 

So drängen sich immer mehr unbekannte Berühmtheiten auf den Bildschirm, um an diesem unhaltbaren Zustand etwas zu ändern. Die Promi-Dinners voller Otto Nochmalversager und Jaqueline Möchtegerne und die Boulevard-Magazine voller Starlets, die zu allem bereit wären, wenn man nur einmal wieder ihr Silikon-Dekolleté wahrnehmen würde. Sie würden dafür sogar ihr Silikon-Dekolleté in eine Kamera halten.

Etwas anderes haben sie auch gar nicht gelernt.

 

Und das Privatfernsehen lehrt nichts anderes, als daß darin der Lebenszweck bestehen kann.

 

Eine perfekte Symbiose. So trifft ein Heer Namensloser auf Programmgestalter, die sich einen Namen damit machen, daß sie anderen einen Namen machen, den man sich nicht merken muß. Die ewig gleichen stereotypen Busenwunder und Münz-Mallorca-Gebräunten, die ewig Gutgelaunten und banalen Partyluder, für die ein Boxenstop nicht wirklich lohnt. Ehemalige Casting-Gewinner und ehemalige Lebensgefährdungen von Prominenten, ein Ehemaligen-Treffen, das diesen Namen auch verdient.

Very unimportend persons.

 

Wupp, sind sie wieder weg.

Zurück zu Home