In Griechenland weiten sich die Proteste zu Unruhen aus. Notwendiges Ventil gelebter Demokratie? Wichtiges Zeichen, daß es Zeit ist, Wesentliches zu ändern und nicht das bisherige System zu flicken? Ausläufer einer beginnenden Katastrophe, in der alles zusammenfällt? Verdammenswerter Egoismus der Bevölkerung, die zwar Sparmaßnahmen bejaht, aber doch bitte nicht bei ihnen, sondern bei allen anderen? Gefährliche Anzeichen vom Auseinanderbrechen der Europäischen Union und der Währungsunion?

Wie soll man dem begegnen?

 

Klar sein sollte: Menschen sollten nicht zu Schaden kommen.

 

Allerdings kann man den Protest auch verstehen. Wer will schon, daß sein Lohn gekürzt wird. Wenn auch solche Unmutsäußerungen auch immer geneigte Randalierer anzieht, europaweit. Allerdings ist das Demonstrationsrecht nicht nur in Deutschland ein Grundrecht. Was aber, wenn dadurch das öffentliche Leben gänzlich lahmgelegt wird? Wenn die Protestbewegung durch übermäßige Gewaltaktionen Einzelner insgesamt diskreditiert wird.?

Aber: Sich alles gefallen lassen?

 

Weitermachen, als wäre nichts passiert?

 

Nur die Unruhestifter unschädlich machen und dann zur Tagesordnung übergehen, denn eine andere Ordnung kann man sich nicht vorstellen? Die Banken machen auch weiter, als wäre nichts passiert. Wetten wieder auf den eigenen Verlust, eine echte "win-win-Situation". Einfach weiterwursteln. Das kann ein Staat auch. Schließlich muß es einfach weitergehen.
Aber wie?

 

Wenn der Fehler offenbar auch im System steckt.

 

Alles wieder einmal eine Folge der Gier, der unbändigen Raffgier und des unüberwindlichen Egoismus des Menschen. Wie schön wäre, das Leben, wenn alle nicht ständig an sich dächten.

Denkt man.

 

Und hofft, daß zumindest für einen selbst alles gut ausgeht. 

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