Der Urlaub ist für viele Menschen die schönste Zeit im Jahr. Nach getaner Arbeit (oder auch nach entnervendem Nichtstun) einmal am Sandstrand sitzen und auf das Meer schauen oder auch berühmte Sehenswürdigkeiten einmal aus nächster Nähe in 3D betrachten, das tut Seele und Körper gut.

Dumm nur, wenn einem eine Revolution dazwischenkommt.

 

Obwohl nicht wir das Volk sind, steht ein anderes auf und meint, es sei nun an der Zeit, das wirre Volk zu sein.

 

Wer sich also monatelang auf den Luxus exotischen Essens und exotisch warmen Klimas gefreut hat, der stellt nun in seinem Betonbunker fest: Dieser stellt ein Bollwerk gegen die Natur, aber nicht gegen menschliche Angriffe dar. Auch ergeht von Seiten der Behörden der freundliche Hinweis, bei aller Freude an leiblichen Genüssen doch lieber um Leib und Leben besorgt zu sein und in die Heimat zurückzukehren.

Pustekuchen.

 

Da macht so mancher hartgesottene Urlaubsweltmeister nicht mit.

 

Lieber will er sich in aller Ruhe inmitten des Chaos erholen als zu Hause im Nebel seines Lebens sicher zu sein. Mögen die Ägypter auch Herrn Mubarak oder wen auch immer nicht mehr so gut leiden können, man muß als Urlauber auch leidensfähig sein. Unter welchem Despoten auch immer. Kennt man die Gefängnisse der professionellen Meinungsunterdrückung auch nicht, so kennt man wenigstens seine Hotelanlage und sein gutes, deutsches Bier (Wobei: Letzteres gäbe es in Deutschland unbestätigten Gerüchten zufolge auch). Warum also seinen dicken Hals riskieren, nur, um sich den dicken Bauch mit gewohnter Kost vollschlagen (auch die gäbe es zu Hause möglicherweise auch, aber da zieht man Pizza und Döner vor)?

Weil man den Urlaub schon bezahlt hat?

 

Man könnte ihn auch mit dem Leben bezahlen.

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