Ich bemüßige mich eines Stils der Hochsprache. Das finden durchaus Einige, die im Netz vor allem flauschigen Straßenstil gewöhnt sind, unlesbar. Allerdings geht es noch härter.

Dieser Text ist unlesbar.

 

Glauben Sie nicht?

 

Als erstes verwende ich den Ausdruck "Neger". Husch - und schon sind alle Linken weg. Deren politische Korrektur grenzt an Zensur; auch, wenn sie das nie so nennen würden. Bei den richtigen Schlüsselwörtern (vermutlich wegen eines Schlüsselerlebnisses damit) ist mein Blog rasch weg von ihren Schirmen. Dann das böse Wort "Reichensteuer" - und schon sind die 3 % weg, die noch FDP wählen. "Lafontaine" - und schon haben sich die Anhänger der SPD verabschiedet. "Vorratsdatenspeicherung" - und nun sich auch die Piraten "AFK". Noch ein flottes "Frauenquote" hinterher geschoben - damit sind auch alle "christlich" Wählenden abgesprungen (vielleicht nicht die Familienministerin, aber die ist immer die letzte, die kapiert, von was sie laut Parteidoktrin die Finger zu lassen hat).

Nur die Grünen - da muß man harte Geschütze vom Stapel lassen. Nein, die zählen schon lange nicht mehr zu den Linken. Die würden mit Lafontaine auch koalieren, wenn nötig, die sind da hart im Nehmen. Und Quotenfrauen haben sie auch schon seit langem. Selbst die Vorratsdatenspeicherung lockt die nicht mehr hinter den Ofen.

 

Na gut, dann ist dieser Text zumindest fast unlesbar.

 

Man kann es eben nicht jeden Unrecht machen.

 

 

PS: Die Dichter und Sprachinteressierten wird es vermutlich schon beim Wort "flauschig" aus der Kurve getragen haben. Kann ich ihnen nicht verdenken, wenngleich das Wort sehr subtil versteckt war.

Mußte mal gesagt werden.

 

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