Monika Ebeling ist leider ihren Posten los. Wer es nicht weiß: Frau E. hatte den Auftrag, an der Emanzipation in Goslar zu arbeiten. Sie sollte für gleiche Rechte von Männern wie Frauen kämpfen. Allerdings wurde dieser Aufgabe nicht das Etikett "Frauenbeauftragte" verliehen, weil sie für die Rechte der Frauen einzutreten hatte. Politisch korrekt war sie "Gleichstellungsbeauftragte". Ein Wortungetüm, das allerdings nicht sagt, was es meint. Leider hat das wiederum keiner Frau Ebeling gesagt, weshalb sie immer auch für die Rechte der Männer eintrat. Ihrer Meinung zufolge seien auch Männer zuweilen Opfer von Frauengewalt und müßten auch Frauen gleichgestellt werden. Da waren die emanzipierten Damen des Ortes aber anderer Meinung und entzogen der politisch korrekten Frau E. das Vertrauen.

 Und nur mit dem Vertrauen der Männer kann man nicht freistellen.

 

So ist die Welt: Voller Wörter, die nicht das meinen, was sie sagen, voller Menschen, die nicht das sagen, was sie meinen und voller Meinungen, die nichtsagend wie vielsagend sind.

 

Wenn schon Frauen nicht mehr allein auf der Seite von Frauen sind, dann ist es an der Zeit, Angst vor den eigenen Geschlechtsgenossinnen zu entwickeln. Angst vor ihnen war bislang den Männern vorbehalten. Welche sie aber nicht immer haben, woran auch Gleichstellungsbeauftragte nichts ändern, wenn sie lange genug auf ihrem Posten sitzen.

 Auch aus Angst, selbst diesen Posten könnte ihnen eines Tages ein Mann streitig machen. 

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