... sind wir alle. Auch, wenn man das für das eigene Leben ausblendet. Irgendwann ist man selbst an der Reihe. Aber doch noch nicht jetzt. Wobei es immer mehr Menschen erwischt, die näher am eigenen Jahrgang dran sind als früher. Da war nur die Generation der Großeltern betroffen. 
Und nur vereinzelt traf es Gleichaltrige.

Etwa durch Unfälle oder Selbstmord.

Da war der Schnitter mit der Sense noch eine Witzfigur. Dann, nicht lange danach, kamen die Einschläge näher und waren bei der Elterngeneration angelangt. Noch kein Grund zur Panik, irgendwann müssen die Alten halt mal gehen. Aber nun rückt die Front näher, das Trommelfeuer der Ewigkeit ist schon leise zu vernehmen. Der Boandlkramer holt Freunde und Bekannte ab. Und so mancher aus der eigenen Riege liegt in einem Erdmöbel und harrt der Tieferlegung unter die Erdoberfläche.
Oder der Verbrennung.

Und paßt dann in eine Vase.

Was bleibt selbst von einem? Das, was man auch von denen, die da unten liegen oder deren Asche dort steht, denkt und in Erinnerung behält? Durch einen kleinen Fehltritt im Gedächtnis oder durch einen mutige Tat? Oder durch ein Leben voller Würde oder Nachlässigkeit? Wird man für seine Werke gelobt oder wegen seiner Fehler niedergemacht? Totgeschwiegen? Ist man Tagesgespräch, bis die nächste Sau durch's Dorf getrieben wird?
Irgendwann ist man die nächste, arme Sau.

Obwohl, wer weiß: Dann hat man das Schlimmste vielleicht hinter sich. Und das Beste unerwarteterweise noch vor sich.

Dennoch überwiegt die Angst vor dem Unbekannten, der Einbahnstraße. Sogar der ach so gläubige Herr Pfarrer will nicht so gerne sterben, obwohl er doch an das ewige Leben mehr glauben müßte als wir Zweifler. Aber selbst er will nicht. Aber eine Wahl hat man wohl nicht. Man kann sich körperlich fit halten und gesund leben, sich mit lieben Menschen umgeben und sich eine Aufgabe suchen, die einen ausfüllt und antreibt. So kann man die natürlichen Zeitpunkt vielleicht ein wenig hinauszögern. Fit ins Heim. Heimspiel statt Auswärtsniederlage. Gegen Unfälle ist man aber machtlos. Selbstmord steht nicht auf der Tagesordnung. Und Krankheiten kann man nicht alle vermeiden. Vielleicht kann man auch da durch so manche Maßnahme ein wenig die eigenen Abwehrkräfte unterstützen.
Aber davonkommen wird man nicht.

Oder doch?

Nein, es ist noch keiner übersehen werden. Das wird irgendwann sogar für Johannes Heesters gelten. Und auch für dich selbst.
Aber doch nicht heute.

Aber wer weiß? 
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