Mit den Wölfen zu heulen wird meist negativ gesehen. Aber gegen den Strom zu schwimmen, ist nicht nur anstrengend (auch, wenn es für Fitness sorgt), sondern eckt auch an. Denn quer zur Fahrtrichtung zu denken, ist nur selten erwünscht.
Man gilt schnell als Sonderling, wenn man eigene Gedanken hat, die sich nicht geschmeidig in den Gedankengang schmiegen.

Und stellt sich ins gesellschaftliche Aus.

Moden nicht mitzumachen, mag noch durchgehen. Selbst Musik zu hören, die schon lange nicht mehr in den Hitparaden war, kann man als "klassisch" schönreden (in dieser Sparte tummeln sich nicht nur Mozart und Haydn, sondern auch die Beatles und Nirvana). Aber eigenen Gedanken nachhängen, die sich nicht zumindest auf irgendeine Autorität berufen kann? Seinen eigenen Weg zu gehen, den die gleichmacherische Industrie einem nicht als individuell vorgaukelt, das ist nicht en vogue, das ist nicht up-to-date.
Und war es noch nie. 

Eigenbrötler mußten schon immer kleine Brötchen backen (um mal eine schöne Stilblüte zu kreieren).

Aber nur der Harmonie wegen des Lied zu singen, des Brötchen ich eß (um die Stilblüte fortzuführen)? Sicher kann man auch einmal nachgeben. Aber bei seinen Ansichten? Man muß sie ja nicht jedem aufdrängen. Aber muß man sich mehrheitsfähige Meinungen aufdrängen lassen, nur, um sich nicht ins Abseits zu stellen? Sich immer auf eine Seite schlagen, wenn auch nur auf eine Webseite?
Mein Kopf gehört mir.

Die Gedanken sind frei. Und ich bin so frei, sie zu haben. 
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