Wie kann man sich als Kirchenoberhaupt so blamieren, daß man den sexuellen Mißbrauch von Kindern auf die sexuelle Revolution zurückführt? Haben die 68er auch Sex gegen den Willen des Partners gehandelt? Oder will Herr Mixa sagen, daß die Kinder es ja auch gewollt haben?
Je mehr man es durchdenkt, desto widerwärtiger wird der Ausspruch.

Die verlogene Sexualmoral der katholischen Kirche noch an Peinlichkeit zu überbieten, das schien doch kaum möglich.

Aber der Herr Bischof hat es geschafft. Nicht der künstliche, sexuelle Entzug der Pfarrer ist schuld. Nicht die Verdammung der sexuellen Betätigung außerhalb der Ehe, nicht das Verbot der Empfängnisverhütung trotz Aids und Überbevölkerung in Hungerstaaten. Priester sollen in wesentlichen Dingen des Lebens keine Ahnung haben, aber dennoch den Menschen in den wichtigen Fragen des Lebens beraten.
Aber die Natur bahnt sich einen Weg, sie findet immer ein Ventil, durch das der Druck entweicht. 

Oder suchen sich Pädophile bewußt eine Anstellung bei der Kirche, weil sie sich dort sicher fühlen?

Wobei die Zeiten, als niemand den Herrn Pfarrer verdächtigen würde, auch Triebe zu haben, endgültig vorbei sein dürften. Skandale reihen sich an Skandale, weltweit, und das vor allem in den katholischsten Gegenden der Welt.
Wer traut den Herrn mit der ach so christlichen Gesinnung noch?

Würden Sie Ihr Kind ohne Bedenken in erzkatholische Hände geben?

Ja, und nun ist nicht die Verlogenheit der katholischen Dogmen, die an der Lebenswirklichkeit schlicht vorbeigehen, für die Misere verantwortlich. Sondern die sexuelle Revolution. Herr Mixa würde allzu gerne das Rad der Geschichte zurückdrehen. Waren das herrliche Zeiten, als das Volk noch dumm und eingeschüchtert war und nicht am Bild der heilen, heiligen Kirche zu kratzen gewagt hätte.
Liegt also die Affäre um mißbrauchte Kinder nicht auch vor allem daran, daß nun auch Kreti und Pleti etwas zu sagen haben?

Es wird Zeit, daß man das gute, alte Mittelalter wieder einführt.

Oder sollte man vielleicht lieber Bischöfe abschaffen, auch, um unnötige Kosten zu sparen? Oder sie wenigstens nicht in der Öffentlichkeit Ungeheuerlichkeiten schätzen lassen? Um den Glauben zu beschützen? Am Ende denken die Menschen über das, was sie da hören müssen, noch nach und treten noch nachhaltiger aus der Kirche aus, als sie das ohnehin schon machen.
Allerdings hat der Herr Bischof immerhin von der sexuellen Revolution gehört. 

Und damit schon vom verbotenen Baume gekostet. Und auch den unschuldigen Unwissenden ein Wissen vermittelt, das sie besser nicht haben sollten. Sexuelle Revolution? Also ist es nun nicht mehr verboten? Und verhüten darf man auch?
Wobei, wenn man die jährliche Herstellung von Anti-Baby-Pillen, Kondomen, Spiralen und Diaphragmen addiert, dann merkt man schnell: Mit der Keuschheit seiner Schäfchen ist es ohnehin nicht allzu gut bestellt.

Die wissen schon längst, was der Herr Bischof nicht wahrhaben will.
 
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