So mancher bemüht offensichtliche Sachverhalte - und wundert sind, wenn man ihm nicht applaudiert. Wobei nicht alles scheinbar Selbstverständliche auch selbstverständlich ist. Weniger, weil es nicht verständlich ist (warum etwa werden immer diejenigen Politiker gewählt, die die größten Versprechungen machen, so man doch weiß: Davon wird nichts eingehalten), sondern, weil es sich nicht von selbst versteht.

Plattitüden, die keine sind.

 

So will man mit der ewigen Wendung "weißer Schimmel" etwa einen Pleonasmus kennzeichnen; außer acht lassend, daß es auch schwarze oder Apfelschimmel gibt. Auch wird gerade sehr belacht, daß in der Zeitung zu lesen war, daß ledige Männer meist Singles sind. Zu Unrecht, denn man kann ledig, aber liiert sein, und Single, aber noch verheiratet, geschieden oder auch verwitwet.

Selbstverfreiliches also ist nicht immer solches, sondern trifft zuweilen gar nicht zu.

 

Gleichwohl lebt derjenige einfacher, der sich in Selbstverständlichkeiten ausdrückt.

 

Er wird selten mißverstanden und bedient auch die Meinung der Massen. Anderer, eigener Ansicht zu sein, ist oft von Ablehnung geprägt, außer, man kleidet sie in Gemeinplätze, in Selbstverständlichkeiten. 

Aber das versteht sich ja von selbst.

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