Daß die Damenwelt in der rauhen Wirklichkeit des Arbeitsalltages weniger verdient als die rauhen Männer, dürfte eine Binsenweisheit sein. Schuld daran sollte, den Herrinnen der Schöpfung zufolge, die Industrie sein, die die Gehälter festlegt. Wobei die Festlegung auch aufgrund der Gehaltsforderungen der Frauen und den daraus resultierenden Gehaltsverhandlungen resultiert.

Selbst schuld also, wenn sie weniger verdienen, sie haben halt nicht hart genug verhandelt.

 

Meinte bislang jedenfalls die Arbeitgeberseite.

 

Und das soll, wie jetzt eine Untersuchung herausgefunden haben will, angeblich tatsächlich zutreffen. Weibliche Stellensuchende fordern weniger für sich und gestehen den Herren im Gegenzug mehr Gehalt zu. Bei gleichen Parametern gesteht man etwa einem Arzt 7750,- EUR, einer Ärztin aber nur 7300,-EUR zu.

Und zwar nicht nur die Frauen, sondern auch die Mannsbilder.

 

Die weibliche Hälfte der Bevölkerung gesteht also sich selbst nur weniger zu als sie einem Mann zugesteht.

 

Was will uns das sagen? Selbst schuld? Oder doch Symptom einer von Männern beherrschten Welt, in der das schwache Geschlecht sich in sein Schicksal ergeben hat? Einsicht in mangelnde, eigene Fähigkeiten oder doch nur ein Sich-Arrangieren mit den augenblicklichen Gegebenheiten?

Die Ursachen dürften diffenenzierter sein als nur die Schuld bei den Damen selbst zu suchen.

 

Wer weiß aber auch, ob man dieser Untersuchung glauben kann.

Vielleicht kommen andere Forscher zu ganz anderen Ergebnissen.

 

Etwa weibliche.

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