Ein Schönling und ein Häßling,
die gerieten sich einst in die Haare.
Erst verbal, als der kleine Streit anfing.
Die Geschichte ist eine wirklich wahre.
 
Der Häßling trug eine Narbe davon,
die bei den Damen Eindruck machte.
Der Schönling eine krumme Nase,
über die die Damenwelt lachte.
 
Der Häßling fand eine tollkühne Frau.
Die hatte Geld und ein großes Haus.
Der Schönling aber, ja, genau:
Der zog sich zurück und ging nicht mehr aus.
 
Er wurde, sagt man, ziemlich eigen.
Den Damen wär´s egal gewesen.
Er aber wollt´ sich nicht mehr zeigen.
Das hab´ ich irgendwo gelesen.
 
Schiefe Nasen mag man nicht?
Nicht einmal die Frauenzimmer?
Nein, die Moral von dem Gedicht
ist: Irgend ein Grund findet sich immer.

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