Und wieder eine neue Freizeitbeschäftigung entdeckt. Wer das Mißvergnügen hat, auf eine der nun wieder zahlreicher werdenden Wahlkampfveranstaltungen zu gehen, der kann sich daraus einen Spaß machen: Vorher schreibt er ein paar der Grund-Worthülsen, die alle Politiker gewöhnlich verwenden, auf einen Zettel. Und immer, wenn der wortgewaltige Phrasendrescher oben am Pult eines der Kischeeausdrücke auf sein Publikum losläßt, darf man diesen auf seinem Zettel durchstreichen. Am witzigesten ist es natürlich, wenn man die Veranstaltung mit mehreren Mitspielern aufsucht und jeder eine Anzahl von - sagen wir mal - 16 Wortbausteinen vornotiert. Vielleicht wäre das sogar etwas für einen kleinen Flashmob?

Sieger ist natürlich, wer zuerst all seine Ausdrücke durchgestrichen hat.

 

Würde mich freuen, wenn man in nächster Zeit vermehrt Zuhörer bei einer Wahlkampfrede begeistert "Bingo" rufen hört.

 

Daß der jeweilige Politiker das auf den Inhalt seiner Ausführungen bezieht, ist ein bedauernswerter Kolateralschaden. Aber der tut keinem weh.

Denn wer wählt Politiker schon wegen seiner Reden?

 

Höchstens die Teilnehmer des Phrasenbingos.

 

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