Phänomen in unserer an Phänomenen nicht gerade armen Zeiten treten gerade vermehrt auf. Klassiker wie die Waschmaschinen, die immer nur einen Socken fressen oder Hochzeitsstau an Daten mit Schnapszahlen (da muß man vermutlich viel Geld für Schnaps zahlen) haben schon Bärte (selbst weibliche Phänomene wie umgefahrene Schilder mit der Aufschrift "Frauenparkplatz").

Also gilt es, wenn man diesem Trend folgen will, ein neues Phänomen auszumachen.

 

Hier also mein Beitrag zum Jahrtausend der Phänomene.

 

Ich schreibe von Zeit zu Zeit Artikel in diesem Blog (dies ist bereits der 649.). Und ich lese durchaus schon beim Schreiben mit. Und lese das Ganze noch einmal durch. Abgesehen davon unterstreicht ein freundlicher, virtueller Helfer alle falsch geschriebenen Wörter mit dicken, roten, gestrichelten Linien. Zudem habe ich sehr sympathische Freunde, die mir zuweilen sogar per Email Fehler ankreiden, die ich dann verbessere (die Fehler, nicht die Freunde). Auch liest meine liebe Frau die Texte noch einmal in Papierform durch (wenn ich nur in Papierform war) und weist mich liebevoll auf Fehler hin (dafür sind Partner auch da). Also dürfte doch bei der Veröffentlichung keine Unzulänglichkeit bei der Form mehr vorhanden sein.

Wenn ich aber nach einiger Zeit noch einmal über einen Artikel stolpere, finde ich immer wieder den einen oder anderen Lapsus.

 

Wie ist das möglich?

 

Meine Theorie: Der Fehlerteufel ist in der analogen Welt zunehmend unbeschäftigt und hat sich nunmehr einen virtuellen Zwilling in der digitalen Welt erschaffen, der mir wiederum in meinem Schaffen zu schaffen macht. Nach der letzten Korrektur geht er auf die Seite mit meinem Blog und stiftet dort allerlei Unsinn. Er vertauscht Buchstaben, verfälscht die Grammatik und radiert mit einem winzigkleinen, virtuellen Radiergummi einzelne Buchstaben einfach aus.

Zweiln übrtrieb re abr.

 

den, wenn ich erwische. Nein: Denn, wenn ich erwische. Nein: Den, wen ich erwische.

 

Er ist mir über. Ich bin seiner überdrüssig? Ja! Ich habe ihn übrig und würde ihn gerne abgeben. Umsonst. In gute Hände. Er ist gebraucht, aber neuwertig. Agil und frisch. Wer es ohnehin nicht so genau nimmt mit Rechtschreibung und Grammatik, dem überlasse ich den kleinen Kerl allzu gerne.

Bei Interesse bitte melden.

 

BITTE!

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