Gab es in der Vorzeit noch Menschenopfer, so gab es in der Neuzeit bis vor kurzem nur Opfer bei Unfällen, insbesondere Todesopfer. Aber die Opferzahlen steigen.

Denn im Jugendjargon (oder was die Erwachsenen dafür halten) hat das Opfer inzwischen einen hohen Rang.

 

Wenn auch derjenige, der als solches bezeichnet wird, einen eher niedrigen Rang aufzuweisen hat.

 

Opfer stellen sich nach dieser Sicht nicht erst im Augenblick des Unglücksfalls heraus, sondern werden schon vorher als Opfer gebrandmarkt, also quasi profilax. Die Fronten werden schon frühzeitig geklärt. Die als Opfer bezeichneten wissen schon von vorne herein von der Ausweglosigkeit ihrer Situation. Hoffnung mag da gar nicht erst aufkommen, insbesondere keine falsche.

Da ist Opferbereitschaft gefragt.

 

Die Zeiten sind härter geworden.

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