Wieviele Menschen träumen doch vom Neuanfang. Alles hinter sich lassen und völlig neu beginnen. Allerdings ändern dieselben Menschen in ihrem wahren Leben ungern Dinge. Sie bleiben ihr Leben lang bei derselben Bank. Wohnen im selben Haus. Und ihr Geschmack verändert sich auch nicht wirklich. Sie fallen immer wieder auf denselben Typ Partner herein und auch ist es stets dieselbe Musik (wenn auch mit anderen Protagonisten), mit der sie einem auf den Wecker fallen.
Aber dann gleich alles aufgeben?

Unerreichbare Träume werden besonders gerne geträumt.

Sie wissen genau, wenn sie im Fernsehen Dokumentationen über Aussteiger anschauen: So werde ich niemals werden. Hier ändert sich wenig. Derselbe Trott tagein, tagaus und nicht die geringste Anstrengung, daran auch nur das Geringste zu ändern.
Warum eigentlich nicht?

Warum nur im Großen träumen, aber im Kleinen zaudern?

Warum nicht immer mal wieder etwas Neues anfangen, ein kleines, neues Hobby, sich mal auch einen kleinen Traum erfüllen? Die Arbeit, die Partnerschaft, die Wohnung wie gehabt, aber ein kleiner Neuanfang, ein kleines Neuland statt dem großen Neuland in der Fremde. Unbekanntes in das bekannte Ambiente holen. Nur eine kleine Kursänderung, ohne alles gleich in Frage zu stellen. Nicht immer nur das Utopische als Ideal wählen, sondern tatsächlich eine kleine Neuerung einführen. Und wenn es nur eine Lehrtätigkeit an der Fachoberschule ist: Jedenfalls mal etwas abseits der ausgetretenen Pfade.
Wenn das schon überfordert: Dann ist all die Träumerei vom Neuanfang nur Augenwischerei.

Halte es mit Herrn Rilke: Du mußt dein Leben ändern.
Indem du in deinem Leben etwas änderst. 
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