"Müller", klar, ein deutscher Name, leicht zu merken, weil schon öfter auf den Trikots deutscher Nationalspieler zu lesen. Wer hätte aber gedacht, daß auch "Özil" oder "Kedhira" einmal hinten auf einem T-Shirt zu entziffern wäre, auf dessen Vorderseite ein Bundesadler von ein paar Sternen umrankt wird. Oder "Boateng". Oder "Posipal". Oder "Franco Foda" (witzigerweise die spanische Wortzusammenstellung für "umsonst fxxxxx"). Oder "Gomez".

Aber dennoch typisch deutsch: In der Kürze liegt die Würze.

 

Lange Namen sind in der Nationalmannschaft Deutschlands eher selten (übrigens auch bei erfolgreichen Spitzenpolitikern, wobei diese oftmals genügend Masse hätten, mit sehr lange Namen in großen Lettern herum zu rennen; übrigens gerne auch mit gespenstischen Doppelnamen).

 

Anders etwa bei den Griechen. "Papadopoulos", und dann zur Unterscheidung noch mit dem ersten Buchstaben des Vornamens versehen. Die können eigentlich in Griechenland nur Spieler auswählen mit einem breiten Kreuz, ansonsten diese Namen hinten gar keinen Platz mehr hätten. Das erklärt übrigens, warum etwa Finnland so selten an Turnieren teilnimmt: Es gibt dort hauptsächlich schmale Menschen, so daß die Auswahl an geeigneten Personen, die ihren eigenen Namen tragen könnten, klein bleibt. Auch Polen haben zuweilen Namen, deren Träger selbst dazu neigen, sie gegen einen kurzen Spitznamen auszutauschen ("Kuba" statt "Blascszykowski", was schon beim Lesen eine echte Herausforderung darstellt).

Von Ägypten oder der Mongolei gar nicht erst zu reden.

 

Der alte, brasilianische Trick, sein Kind einfach "Muller" zu nennen, nach Gerds Weltklasseleistungen, hat sich auch nicht durchgesetzt (Brasilien hat es auch so zuweilen geschafft, nicht immer bei Weltmeisterschaften zu enttäuschen).

Vielleicht nennen die Brasilianer ja demnächst ihre Kinder "Ozil". 

 

Mit einem solchen Namen kann man auf jeden Fall mit breiter Brust antreten.

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