Die Feuilletons sind entsetzt: Schon der vierte Bundesstaat in Amerika hat bei der Exekution eines Todeskandidaten ein eigentlich für Tiere entwickeltes Präparat eingesetzt. Da stellt sich doch die Frage: Was würde es bringen, würde man ein für Menschen entwickeltes Mordsserum verwenden? In beiden Fällen käme ein Mensch (sei es auch ein Unmensch) zu Tode. Wäre es da  wirklich humaner, man setzte ein Spezialmittel ein, das extra für Humanoide entwickelt wurde? 

Wobei sich die Frage stellt: Welches Anforderungsprofil hätte solch ein Wirkstoff?

 

Welches Mittel würde der Todestraktarzt oder der Henkersbedarfsapotheker empfehlen?

 

Zudem: Würde das Mittel in klinischen Tests erprobt? An welchen Probanten? Und welche Nebenwirkungen dürfen außer der Hauptfolge, damit einen Menschen zu töten, auf keinen Fall auftreten? Krebsgefahr? Schädigung des Erbgutes? Beeinträchtigung der Konzentrationsfähigkeit beim Autofahren und Bedienen von Maschinen?

Welche Anforderungen sollte man also bei einem Gift fordern, das ein Leben beenden soll?

 

Und warum soll dafür ein Tierpräparat nicht taugen?

 

Die Frage ist doch: Todesstrafe ja oder nein? Die Absurdität der Praxis, von Staats wegen Menschen nach einem entsprechenden Gerichtsurteil umzubringen, offenbart sich auch an diesem Beispiel.

Humanes Töten, als wenn es das gäbe.

 

Eine Exekution ist von vorne herein unmenschlich, egal, mit welchen Mitteln.

Zurück zu Home