Was denkt sich eigentlich der ehemalige Polizeibeamte, der einen Bus mit Geiseln in Schach hält, um wieder in den Polizeidienst zurückübernommen zu werden? Daß die hochkriminelle Handlung letztlich dazu führt, daß er wieder auf der Gegenseite landet und für Recht und Gesetz sorgt? Wie man hört, ist er wegen schwerer, dienstlicher Verfehlungen entlassen worden, was nunmehr seine Dienstunfähigkeit durch seine Geiselnahme zu bestätigen scheint.

Solch einen Rechtsbrecher darf man doch nicht wieder auf freien Fuß lassen?

 

Er hat sich durch seine Handlung aller Chancen beraubt, jemals wieder sein Ziel zu erreichen.

 

Wie kann man nur eine mißliebige Situation durch eigenes Handeln absehbar zementieren? So ähnlich handeln auch extrem eifersüchtige Menschen: Durch ihre Nachstellungen jagen sie den geliebten Menschen irgendwann aus dem Haus. Wer läßt sich schon ständig grundlos der Untreue verdächtigen, seine Sachen durchsuchen und ist gerne dauernd mit Wutausbrüchen seines Partners konfrontiert.

Freiwillig tut sich das kaum einer lange an.

 

Was voraussehbar ist.

 

Oder will man solo sein und im Falle des Ex-Polizeibeamten ohne Job und Freiheit dastehen? Andernfalls faßt man sich an den Kopf und denkt sich: Mit dem stimmt doch etwas nicht, der hat (so der medizinische Fachausdruck) nicht alle Latten am Zaun?

Aber wie widersprüchlich handeln die Menschen.

 

Wer bei seinen Zeitgenossen allein auf Logik baut, kommt nicht weit.

 

Darauf kann man immerhin hoffen.

Vielleicht nicht der hoffnungsvolle Geiselgangster, aber fast jeder sonst durchaus.

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