Wir sind alle vom Tod umgeben. Und wenn es nur ein kleines Haustier ist, das stirbt. Eben noch futterte es mit dicken Backen, dann liegt es seltsam verrenkt am Boden. Nana, das ist doch gar nicht deine Art? Man stupst es an, keine Reaktion. Normalerweise hüpft es bei der kleinsten Berührung im hohen Bogen fort. Aber diesmal nicht. Die kleinen Augen bleiben geschlossen, man hält die Luft an.
Da stimmt doch etwas nicht?

Und man begreift sofort: Jedes Leben ist aus dem kleinen Körper gewichen.

Hat man etwas falsch gemacht? Zu wenig Futter, zu wenig Mineralstoffe? War es dem kleinen Kerl zu kalt oder zu heiß? Oder hatte das kleine Wesen eine Krankheit, gegen die man nichts machen konnte? War er einfach an der Reihe, seinem kleinen Tierschöpfer gegenüberzutreten (derselbe wohl, der auch einen selbst erschaffen hat)? Ist er nun im Froschhimmel, wo es immer frisches Wasser und Heimchen satt gibt?
Warum ausgerechnet heute Abend?

Warum überhaupt?

Wie muß sich ein kleines Kind fühlen, dem ein Haustier verloren geht, wenn nicht einmal man selbst als Erwachsener versteht, daß die winzige Seele irgendwo sein mag, nur nicht in dem kleinen Körperchen, das man so lieb gewonnen hatte? Man nimmt Abschied, begräbt die irdische Hülle des kleinen Lieblings im Garten. Auf Wiedersehen, kleiner, grüner Gefährte. Hoffentlich haben sich die anderen Bebiles nicht angesteckt und:  Werden sie ihren kleinen Kameraden auch vermissen?
Louis, kleiner Louis, ich werde dich nicht vergessen.

Louisle: In einem meiner Bücher lebst du weiter. Und in meiner Erinnerung.
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