So sehr ich den Literaten Max G. verehre, er liegt auch nicht immer richtig.

 

Beispiel: Er vermutet bei einer Journalistin, die anläßlich eine seiner Lesungen bemerkt hatte, daß er vor dem Setzen die Knöpfe seines Einreihers öffnete, und danach schloß, daß diese Dame niemanden kennt, der Jacketts trägt. Mir war dieser Umstand auch aufgefallen. Und ich kenne massenhaft Jackettträger. 

Aber ich kenne sonst kaum jemanden, der die Knöpfe schließt. Außer solchen, die nicht allzu oft Jacketts tragen.

 

Oder, als er bemängelt, in Amerika in Begleitung eines Freundes von einem Einheimischen mit "Hey, guys!" begrüßt worden zu sein. Was ja wohl übersetzt "Hey, Leute" heißen würde.

Tatsächlich ist "Guys" das amerikanische Gegenstück zum englischen "Chap". Und bedeutet schlicht: "Kerl". Man kann das gerne überprüfen und ein Zimmer, das ausschließlich von Frauen bevölkert wird, mit der Begrüßung "Hey, guys" betreten.

Betretenes Schweigen könnte die Antwort sein.

 

Nicht unerwähnt sollte allerdings bleiben, daß ich bei der Lektüre seiner Themaverfehlungen oftmal so laut und herzlich lachen muß, daß meine Frau ihre Lektüre unterbricht und mitlacht (ohne den genauen Grund meiner Heiterkeit zu verstehen).

 

 

 

 

Zurück zu Home