Die Stadt Duisburg hat kein Glück mit ihren Veranstaltungen. Die Hoffnung, sich mit der Liebesparade in die Herzen der jungen Menschen zu katapultieren, hat sich nicht erfüllt. Viele mußten diese Fehlentscheidung mit ihrem Leben, noch mehr mit einem Trauma bezahlen.

Bei der Erwähnung der Stadt denkt man nunmehr nicht mehr zuerst an Fußball oder Kohleabbau.

 

Der Name wird auf sehr lange Zeit mit einer Katastrophe verbunden sein.

 

Und mit einem Krisenmanagement, das den Ruf noch zusätzlich belastet hat. Ein Oberbürgermeister und andere Institutionen, die vor allem nicht Schuld an der Misere trugen. Und deren Lavieren sich nicht gut in der Berichterstattung  machten.

Will man das nunmehr wieder gutmachen?

 

Indem man die Trauerfeier der Überlebenden und Hinterbliebenen zum Jahrestag zunächst nicht genehmigen wollte. Gute Gründe hatte man dafür nicht. Oder will man generell Großveranstaltungen vermeiden? Damit Gras über die Angelegenheit wächst und man bei "Duisburg" irgendwann wieder an bessere Zeiten denkt?

Aber nicht bei derlei Gebahren.

 

Man hat sich damit wieder - negativ - in die Schlagzeilen gebracht.

 

Oder sollte das die spezielle Duisburger Aufarbeitung der Trauer sein? Die Teilnehmer an der zunächst als "illegal" bezeichneten Kundgebung werden das vermutlich anders sehen. 

Kann man sich das leisten?

 

Vielleicht sollte man sich in Duisburg eine Ethikkommission leisten? Einen Krisenmanager? Eine Presseabteilung? Eine Rechtsabteilung? Aber woher nimmt man derlei Experten? 

Denn in Duisburg scheinen deren Aufgaben echte Herausforderungen zu sein.

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