Was mich heute bewegt:

 

Arno Schmidt war ein Schriftsteller, der Mythen durch Verweigerung gegenüber der Öffentlichkeit schuf. Ein Einzelgänger, ein Sonderling. Der unlesbare Werke schrieb, deren Umfang und Format jedes andere Buch übertraf. Der Satzzeichen als Ausdrucksmittel einsetzte und über den mein ehemaliger Deutschlehrer sagte: "In der Zukunft wird sich herausstellen, daß er der Große der deutschen Nachkriegsliteratur ist, nicht Böll oder Grass". Heute ist er eher nur wenigen bekannt. Und das wird seiner künftigen Bekanntheit wenig helfen. Er hat keine gefügelten Worte geschaffen, Zitate aus seinen Werken gehen ins Leere. Aber, wer sein Buch "Zettls Traum" bestellt, wird seinem Buchhändler im Gedächtnis bleiben.

 

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