Lange habe ich nichts geschrieben. Nicht, daß es kein Thema gegeben hätte, das es wert gewesen wäre, auch hier Erwähnung zu finden. Allein die nicht versiegende Quelle des versiegenden, nicht sieghaften Ex-Bundespräsidenten würde so manchen Blog speisen. Ein Fortsetzungsroman, der noch so manche Staffel erleben wird. Allein, langsam wird es langweilig, einen armen Millionär zu demontieren, nur, weil er ein paar Fehler gemacht hat (darunter, bei der Auswahl seiner Medienberater offenbar nicht vorher in die gelben Seiten geschaut zu haben).

Dann jährt sich heute irgend so ein Supergau (die Älteren werden sich dunkel erinnern).

 

Und schließlich haben wir auch den Weltfrauentag hinter uns gebracht.

 

Griechenland ist auch so ein Dauerbrenner, der Euro und Rettungsschirme, Schuldenerlaß und Bankenkrise (die allerdings dank Steuergeldern überwunden scheint). So eine bunte Palette ewiger Reizthemen, die allerdings schon gebührend (und darüber hinaus) in allen Medien weichgekocht werden. Castingshows und Urheberrechte im Internet, Terrorismusbekämpfung und Biographien jugendlicher Teenagerstars, ein Potpourri an Gewöhnlichkeiten, an die man sich so gar nicht gewöhnen mag. Millionenfach durch die Presse gemangelt, bis Dir schwarz vor Augen vor Druckerschwärze wird.

Wie kann man da noch eigene Gedanken ergänzen, die nicht schon tausendfach die Spatzen aus dem Netz zwitschern?

 

Beim Schmökern in den Gazetten kann einem da ganz schwindelig werden. Und doch, die Welt dreht sich weiter, auch, wenn man sich nicht in einklinkt in das Marktgeschrei der schreienden, nein: schreibenden Zunft. Herr Wulff treibt den Durchschnitt der Renten nach oben (und den Bluthochdruck), Griechenland treibt auf den Abgrund zu und so mancher treibt es bunt und das auch noch in sexuell-skandalöser Form; immer eine Schlagzeile wert.

Warum soll man sich da einmischen?

 

Wo sich doch nichts ändert.

 

Seit Jahrhunderten schreiben Menschen gegen den Zeitgeist an. Und dieser spukt weiter den Menschen im Kopf herum, bis sie denken, alles müßte so sein, wie es eben ist. Keine Zeit für Träume, die nicht vorgefertigt sind. Die Begriffe ändern sich (oft schon monatlich, wenn man an den nunmehr ungewünschten Aus druck "Dönermorde" denkt), die Gesichter, die Fernsehserien. Die Moden, die Technik, die Popmusik.

Aber im Grunde bleibt alles beim Alten.

 

Wenn das nicht tröstlich ist.

 

Von wegen.

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