2. Die Urteilsverkündung

 

 

Der Wartebereich vor dem großen Sitzungssaal im Landgerichtsgebäude versprüht den Charme einer Fabrikhalle. Ab und zu dürfen ein paar örtliche Künstler mit eher zweifelhafter Begabung aus eher karitativen Gründen mit bunten Bildern die Kargheit der Wände ein wenig abmildern. Auch versucht ein tönernes Kunstwerk, der nüchternen Atmosphäre so etwas wie Kultur und Wärme einzuhauchen. Aber an den düsteren Lichtverhältnissen ändert dies wenig. Zudem hat man sich bei Errichtung des kargen Zweckbaues für einheitlich graue Marmorfliesen entschieden, was damals fortschrittlich gewesen sein mag, nunmehr aber erheblich auf das Gemüt drückt.

 

Man fühlt sich gefangen in lebloser Sachlichkeit.

 

(Fortsetzung demnächst unter Amazon)

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