Eine kleine Information
sauste einmal durch das Netz.
Dort lauerte die hungrige Spinne,
die ernährte sich von Geschwätz.

Sie speicherte die kleine Info,
verstand sie allerdings nicht richtig,
denn diese war auf hohem Deutsch,
das war aber nicht wirklich wichtig.

Denn was hätte passieren können,
das war, daß ohne viele Daten
die vielen, vielen Speicherplätze
umsonst auf Überwachung warten.

Die Daten gerieten in falsche Hände
(obwohl es echte Hände waren)
und wurden viel millionenfach 
herbeigezogen an den Haaren.

So machte man aus spärlichen Daten
in Amerika einfach ein kleines Date.
Doch wer trifft wen? Sehr verdächtig.
Man fürchtete ein Datagate.

Doch noch bevor jemand in eine
Pfeife blasen oder tuten würde,
war die Presse schon desinformiert
 ob der hohen Gefahrenbürde.

Ein Flugzeug wurde zum Landen gezwungen
(Keine Ahnung, wie das zusammenhing),
einem Mann wurde der Paß entzogen,
bevor der Paß ins Tornetz ging.

Kurz und gut: Komplizierte Geschichte,
aus der man leider nichts lernen kann.
Denn dafür fehlen leider die Daten.
Aber die sammelt man, man arbeitet dran.
 
 
(Anmerkung: Auf die Wortschöpfung "Datagate" kam ich, weil ich der Ansicht bin, daß die Abhöraffäre durchaus die Dimension der Watergateaffäre hat - bei der es auch um das Ausspionieren von Daten ging. Und auch hier ging die Affäre vom amerikanischen Präsidenten aus. Und auch hier wurden - wenn auch ausschließlich - Amerikaner ausspioniert.
Und, weil ich finde, daß man Unheil nicht den Namen geben sollte, den die Verursacher des Unheils diesem selbst geben.)
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