Mit dem Datenschutz sollen die Daten geschützt werden. Sollten die Menschen geschützt werden, man würde wohl dann von "Menschenschutz" sprechen. Welch absurd hohen Status der Datenschutz hat, sieht man am besten an der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, die lieber alle Autofahrer vor kurzen Filmaufnahmen schützt als damit Raser abzuschrecken und somit Leib und Leben aller (auch der Raser) zu schützen.
Und jetzt die Vorratsdatenspeicherung.

Doch halt: Die ist nicht gekippt.

Vielmehr - das haben die jubelnden Datenschützer noch gar nicht so recht bemerkt - ist die Vorratsdatenspeicherung grundsätzlich zulässig. Ansonsten sollte man sofort seinen Telefonanbieter verklagen, daß der immer die Gesprächsverbindungen speichert, um auch noch abzukassieren. Und für schwerste Straftaten (zu denen absurderweise auch die Bestechung, nicht aber Bandenkriminalität zählt) darf der Staat auch noch auf gespeicherte Daten zurückgreifen. 
Dafür müssen diese Daten aber weiterhin gespeichert werden.

Und das nach wie vor ohne Anlaß, denn bei Speicherung kann man ja noch nicht wissen, ob die schwere Straftat später passiert.

Es ändert sich also nicht viel. Nur professionellen Betrug im Internet und Ausspähung von privaten Daten wird man nicht mehr verfolgen können, denn ohne Daten hat man dort keine Anhaltspunkte für Ermittlungen.
Hurra, werden alle Betrüger und Ausspäher rufen.

Laßt die Korken knallen. 

Wieder mal ein guter Tag für Gesetzesbrecher. Hatten die Raser ihren, haben ihn jetzt auch Phisher und Geldwäscher. Jedem das Seine. 
Und, liebe Datenschützer, nicht klagen, wenn demnächst Eure Konten leergeräumt sind.

Hauptsache, die Daten sind geschützt.  
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