Die aktuelle Trendsportart scheint "Extreme Christkindlmarkting" zu sein. Jeder noch so kleine Weiler bietet seine eigen Version eines stereotypen, bundeseinheitichen Marktes an. Sie unterscheiden sich nur durch die Lage des Glühweinstandes und gelegentlich im Preisgefüge. Ansonsten ist es eine Mischung aus abenteuerlichen Christbaumkugeln (gerne auch einmal mit Donald Duck), Jahrmarktsüßigkeiten und Jahrmarktdeftigkeiten. Wer früher im Winter auf Currywurst oder Schnitzelsemmel verzichten mußte, hat dieses Problem schon lange nicht mehr. Weihnachtsgedudel aus dem amerikanischen Fahrstuhlfundus rundet das Bild echt deutscher Gemühtlichkeit ab, umrankt von Düften, wie sie jeder Dönerstand auch nicht besser hinbekommt. Wo echter Schnee auf sich warten läßt, wird gerne einmal künstlich nachgeholfen, das stiftet Sinn und Atmosphäre (ist aber für die Erdatmosphäre wenig sinnvoll).

Wie soll man da in Weihnachtsstimmung kommen?

 

Gar nicht, man soll nur kommen und konsumieren.

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