100 1342Andrei Romanovich Chikatilo (auch geschrieben: Tschikatilo/Tschikatillo/Chikatillo, ukrainisch: Андрій Романович Чикатило) wurde am 16 October 1936 als Kind von Landarbeitern geboren. Wegen Stalins Politik war die Armut so groß, daß in deren Kreisen sogar Kannibalismus vorkam. Dem soll auch ein Vetter des kleinen Andrei zum Opfer gefallen sein, was ihm auch von frühester Kindheit an immer wieder erzählt wurde. Als Bettnässer wurde er von seinen Klassenkameraden gehänselt. Nach der Schule ging er zuerst zum Militär, wurde dann Fernmeldetechniker und schließlich Lehrer für Literatur.

Allerdings wurde ihm wegen Belästigung von Schülerinnen nahegelegt zu kündigen.

 

Was er auch tat und einfach eine Stadt weiter unterrichtete. 

 

1978 beging er seinen ersten Mord - an einer Neunjährigen. Er geriet zwar in Verdacht, weil er am Tatort Spuren hinterlassen hatte. Dennoch wurde der frisch aus dem Gefängnis entlassene Alexander Krawtschenko deswegen unschuldig verurteilt und hingerichtet. Dieser hatte unter der Folter den Mord gestanden (Nicht das einzige Argument gegen Folter, auch seine Alibizeugen widerriefen unter Gewaltanwendung ihre Aussagen). Weitere vorgebliche "Täter" nahmen sich in der Untersuchungshaft das Leben, weil sie die Prügel-Verhöre der Polizei nicht aushielten. 

Zu Pass kam Herrn Chikatilo, daß sein Blut und sein Sperma angeblich verschiedene Blutgruppen aufwiesen, was in der Natur sehr selten vorkommt (was allerdings im Westen für schlichte Schlamperei des Labors gehalten wird).

 

Nicht der einzige Umstand, der seine Untaten über 12 Jahre hinweg begünstigte.

 

Er wurde mehrfach gefaßt, teilweise mit Blut an den Händen, aber immer wieder entlassen. Bis zu seiner Ergreifung tötete er noch mindestens 52 weitere Menschen, die er pre- und posthum verstümmelte. Insbesondere glaubte er, daß sich das letzte Bild eines Sterbenden in die Netzhaut einbrennt, was ihn als Täter entlarven könnte. Daher stach er all seinen Opfern die Augen aus. Auch die Entnahme von Organen hätte den Behörden aufdrängen müssen, daß sie es mit einem einzigen Täter zu tun hatten Da es in der damaligen Sowjetunion keine Serienmörder gab - das war ein reines Phänomen des dekadenten Westens - kam man ihm aber lange nicht auf die Schliche. 

Das waren weitere Opfer der politischen Diktatur des Proletariats.

 

Am 14. Oktober 1992 wurde er in einem Aufsehen erregenden Prozeß - in einem Käfig, damit die Angehörigen seiner Opfer nicht über ihn herfallen konnten - zum Tode verurteilt und am 14. Februar 1994 nach Ablehnung eines Gnadengesuchs durch "überraschenden" Genickschuß hingerichtet.

 

Im Farbkreis trägt er die Farbe Orange.

 

Hier bei seinem Auftritt vor Gericht: Chikatilo

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