So mancher feststehende Ausdruck im Englischen gibt in der direkten deutschen Übersetzung zu Mißverständnissen Anlaß. So mag man noch wissen, daß die in der Überschrift genannten Tiere zwar im angloamerikanischen Sprachraum als "Butterflies" bezeichnet werden, es sich aber hierzulande um Schmetterlinge handelt. Schwieriger schon die Übersetzung von "Ladybirds". Hierunter sind keine damenhaften Vögel zu verstehen, sondern schlicht Marienkäfer. Und als die Deutsche Bank (noch vor Herrn Ackermann saß da ein anderer Unsympath) von "Peanuts" sprach, als sie an 50 Millionen dachte, da brachten das vermutlich Viele mit amerikanischen Comic-Figuren in Verbindung. Die einen bedeutenden Wert haben mögen. Aber eben nicht gemeint waren.
Ist das aber von Bedeutung?

Die Werbeindustrie mußte unlängst erfahren: Ja.

Denn die angeblich so pfiffig ins englische Modekleid geworfenen Slogans ging an einem Großteil der Bevölkerung gänzlich vorbei. Bei einer bekannten Parfümerie-Kette vermuteten die Menschen, sie werbe damit, daß man reinkommen und wieder herausfinden sollte, letzteres sei aber möglicherweise schwer. Aber tatsächlich verbarg sich hinter "come in and find out", daß man etwas über sich herausfinden sollte. Und über das Leben.
Und ob "change happenz" einer Schweizer Versicherung wirklich glücklich ist oder ob man damit leben kann, daß so mancher an einen Bissen (oder Happen) mit Zange denkt, das bleibt dahingestellt.
Auch ist der Ausdruck "Fastfood", so geläufig er auch scheinen mag, für viele Leute nur beinahe Essen, eben nur fast (das dürfte die Burgerbrater doch ein wenig abwerten).
"Fasten Seatbelts" aber hat etwas mit Diät zu tun, glaubt man ungebildeten Vielfliegern.
"Sale", gerne von Ausverkäufern denglisch mißbraucht, wird dagegen als salzig interpretiert.

Das Fazit lautet also: Englisch mag modern wirken. Verständlich macht man sich damit aber nicht immer.

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