"Wir" spielen gegen England, wieder einmal. Man hat sich also durch die Gruppenphase gemogelt (man kann sich selbst aussuchen, welches Land damit gemeint sein könnte), nun warten lauter Endspiele, bevor sie irgendwann endet, die Weltmeisterschaft. Jedenfalls entweder mit deutscher oder englischer Beteiligung.

Aber die Begegnung wird mit allerlei Historie assoziiert.

 

Vor allem das berühmte Wembley-Tor ist in aller Augen.

 

Manche bemühen sogar noch ältere Begegnungen der Völker vor 1945. Da werden schon einmal von witzigen Zeitgenossen Wochenschauberichte ins Netz gestellt, in denen das Bombardement englischer Zivilbevölkerung verherrlicht werden. Spricht man diese ewig Unbelehrbaren darauf an, dann entgegnen sie, daß sie auf politische Korrektness nichts gäben (nicht mit diesen, sondern drastischeren Worten), sondern wohl eher alles auf proletarische Korrektness. Die englische Presse würde auch hetzen, was bedeutet, daß man sich deren Niveau anpasste. Die Bildzeitung Englands als Grad der ethischen Verwüstung.

Deutschland im Jahre 2010.

 

Virtuelle Bomben gegen ein Land zu werfen, weil ein Fußballspiel ansteht. 

 

Sport ist Mord. Dabei sollte der Sport die Völker doch verbinden. Wobei er das tut. Er entzweit zwar gleichzeitig. Aber auch nur die geistlose Spreu vom moralischen Weizen.

Darauf ein solches, nämlich ein Weizen.

 

Und auf den Weltfrieden.

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