Zwei Abgeordnete des Deutschen Bundestages sind als Schriftführer nicht zugelassen worden, weil sie keine Krawatte trugen. Sie sind nicht etwa in Sack und Asche vor dem hohen Haus erschienen, um die Würde der Legislative herabzuwürdigen. Sie weigerten sich nur, das "überflüssigste Kleidungsstück der Welt" anzulegen, weshalb sie sich mit dem konservativen Teil der Anwesenden angelegt haben.

Allerdings: Wären sie Frauen gewesen, wäre ihr Kleidungsstil ohne Beanstandung gewesen.

 

Mit anderen Worten: Das Ganze ist nichts weniger als eine geschlechtsspezifische Diskriminierung.

 

Ich möchte nicht wissen, welcher Aufschrei durch die Gazetten gegangen wäre, wären Damen von etwas ausgeschlossen worden, weil sie sich nicht zwingen gelassen hätten, ein bestimmtes Kleidungsstück zu tragen.

Da hätte niemand an Diskriminierung gezweifelt.

 

Bei Männern scheint das anders zu sein, die kann man offenbar nicht diskriminieren.

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