Steter Tropfen höhlt den Stein (auch den im Brett vor dem Kopf). Das bedeutet nicht nur, am Ball zu bleiben, sondern sich gelegentlich auch gegen Widerstände zu behaupten. Und auch mal einen Widersacher geflissentlich zu ignorieren. Wenn diese nur schimpfen über das, was man macht und woran einem doch etwas liegt. Aber Bangemachen gilt nicht. Schließlich ist es immer leichter, andere am Tun zu hindern, als selbst etwas auf die Beine zu stellen.
Statt das Tun anderer, das einem nicht gefällt, schlicht nicht zur Kenntnis zu nehmen, sich daran zu wetzen, ist die Taktik derjenigen, die sich ansonsten wenig beachtet wühlen.

Was gäbe es nicht alles zu kritisieren. Die Welt ist voller Mißstände und Ungerechtigkeiten, gegen die man ankämpfen könnte. Sogar von zu Hause aus, vor dem Monitor. Gegen Intoleranz und Borniertheit. Für Frieden und ein gedeihliches Zusammenleben. Gegen Umweltzerstörung und Ausbeutung. Für Vielfalt und gegen Einfalt. Gegen Willkür und für die Pflicht, die auch Kür ist, dem Schönen und Guten eine Chance einzuräumen.
Und sei es nur, sich für eine Kleinigkeit einzusetzen.

Man muß die Welt ja nicht gleich auf den Kopf stellen. 

Aber man schimpft lieber über etwas, wenn man sich daraus eine Reaktion erhofft, statt die wirklich auf den Nägel brennenden Dinge anzugehen. Man will wohl nicht wirklich auf Mißstände hinweisen. Sondern eher Reaktionen hervorrufen.
Egal, welche.
Einerlei, worauf.

Mir egal, ich blogge weiter. Weil ich an etwas glaube. Und mich auch von Ungläubigen nicht aus dem Konzept bringen lasse.  

Das ist es vielleicht, was manchen fehlt: Die Beharrlichkeit, auch mal eine Durststrecke zu überwinden. Nicht gleich bei der ersten Schwierigkeit das Handtuch zu werfen. 
Wobei man auch wissen sollte, wofür man sich einsetzt.

Der Glaube daran, sich für etwas stark zu machen, das ist es, was der Welt am meisten fehlt. 
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