Die deutsche Jugend scheint amerikanische Eltern zu haben. Die meisten haben keine Mütter und Väter, sie haben "Mums" und (oder muß man sagen: And?) "Dads". Mögen ja "Mutti" und "Vati" aus dem Mund eines Heranwachsenden unglücklich klingen, aber Eltern aus Amerika machen auch nicht unbedingt glücklich. Eine Bekannte mutmaßte zwar, daß es sich nicht um "Mums", sondern um "Mamms" handelt, die bayrische Variante zur hochdeutschen Mama. Allerdings spricht gegen diese These, daß nach allem, was man über bayrischen Dialekt weiß, das männliche Gegenstück nicht "Dädd" heißt.

Höchstens "Papp", nicht zu verwechseln mit dem bayrischen Wort für Klebstoff.

 

Klebrig wirkt solch internationale Bezeichnung oft regional sehr begrenzter Geister zudem, oft noch inmitten ansonsten auch sehr regionalem Idiom. Wer ansonsten als Fremdsprache höchstens die deutsche Sprache angeben kann, aus dessen Mund klingen englische Wörter nicht unbedingt als Ausfluß der großen, weiten Welt. Sie mögen im Ausland verstanden werden; aber sinnloserweise, denn ihre Eltern sind ja Einheimische (einheimisch nicht im Ausland) und die anderswo Heimischen sind nicht ihre Eltern. 

In der Welt zu Hause.

 

Nur zu Hause, da sind sie nur bedingt daheim.

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