Kaum jemand weiß, daß auch in Westeuropa schon einmal ein Kernkraftwerk einen größten anzunehmenden Unfall erlitten hat: In der sauberen Schweiz, die sich wegen der vielen Wasserkraftwerke nur aus Neugier den Luxus geleistet hat, auch ein wenig mit dem Atomkern herumzuspielen. Das war 1969 und wurde erfolgreich - auch durch konsequente Lobbyarbeit - verdrängt. Auch die Ortsnamen Sellafield oder Harrisburg verheißen keine blühenden Landschaften. Tote und Verletzte und auch Mißgeburten waren die Folge, deren Kausalität aber selbstverständlich nicht wissenschaftlich geklärt ist.

Und damit nicht bewiesen ist.

 

Und dann trat ein Ort namens Tschernobyl ins öffentliche Bewußtsein.

 

Aber das kann bei uns nicht passieren. Bei den modernen, westlichen Kernkraftwerken (bloß nicht "Atom" sagen!) ist ein GAU total unmöglich. Absolut undenkbar. Kein Gedanke daran. Niemals. Auf keinen Fall. Völlig ausgeschlossen.

Aber jetzt gab es ein simples Erdbeben neben Japan.

 

Und der undenkbare Fall scheint eingetreten zu sein. All die Argumente, daß die westliche Technik der russischen überlegen sei, werden ad absurdum geführt. Auch der Verweis auf überaltete Technik ist bei einer derart hochtechnisierten Industrienation wie Japan wenig durchschlagend. 

Und noch ein Gedanke ist erschreckend: Man hatte in Japan ja Erdbebengefahr vorhergesehen (wenn auch kurzsichtigerweise nicht in dem Ausmaß)

 

Was mag erst passieren bei unvorhergesehenen Ereignissen?

 

Die politische Klasse in Deutschland arbeitet schon daran. Nein, nicht am Ausstieg. Auch nicht an der Sicherung der bestehenden Zeitbomben.

Nein, daran, wie man dem dummen Volk in Zukunft die Gefahr am besten verkauft.

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