Sind das englische Männer, die auf den Afro-Look fixiert sind? Nein, das ist ein Kalauer. Aphorismen sind kurze Sinnsprüche, oftmals kunstfertig ein Sprichwort oder ein Zitat verändernd, so daß sich auch der Sinn verändert.
Oder sich klarer und entlarvend herausschält.

Wie die Banane aus einer ... äh ...  Gelbwurst.

Nein, das war schon wieder ein Kalauer. Die verballhornen zwar auch Wortspiele, sind aber nicht intellektuell und durchgeistigt, sondern platt und voller sexueller Anzüglichkeiten. Und wenn nicht letzteres, dann wenigstens voller Geblödel.
Wenn Rudi Carell darüber lachen würde, dann ist es nur ein Kalauer.

Bei Mario Barth ist es nicht einmal das.

Wenn Oscar Wilde leicht schmunzelt, dann ist Aphorismen-Alarm angesagt. Sicher, der mag tot sein. Aber das ist Rudi auch. Und der Barth ist längst ab, der machte zuletzt auch nur Witze mit sooo 'nem Barth (das war ein Kalauer, nein, sogar zwei).
Es ist schwer, witzig zu sein und gleichzeitig anspruchsvoll.

Aber man will ja nicht als Barth überliefert werden, sondern eher wild und frech wie Oscar. 

Das war schon fast ein Aphorismus. Aber leider keiner, den man überliefern würde. Wobei auch Kalauer gerne überliefert werden. Oder ständig neu erfunden. Ansonsten könnten sie ja alle keinen Barth haben. Dazu müssen sie wenigstens in die Flegeljahre kommen. 
Der Unterschied: Beim Kalauer wird nur dieser überliefert (insoweit kann jeder Neu-Erfinder oder Klauer - daher kommt sicher der Begriff "Kalauer" - sich mit demselben als selbst ausgedacht brüsten).

Beim Aphorismus wird auch der Name des Dichters weitergegeben.

(Leider fällt mir gerade kein gutes Beispiel ein.)
 
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