Antworten zu finden, das fällt bisweilen schwer. Auch, weil sich im Laufe der Zeit die Antworten ändern. Haben sich die Fragen geändert?

Hier geht es aber nicht um Hochphilosophisches.

 

Es geht um das profane Bedanken.

 

Hat man sich früher für etwas bedankt, dann antwortete der Geber: "Bitte", zuweilen auch "bittesehr" oder "bitteschön". Aber das war einmal.

Nunmehr ist die Standardantwort: "Gerne".

 

Das rührt vermutlich wieder einmal von unseren amerikanischen Freunden her, die auf einen Dank mit einem freundlichen "welcome" kontern. Das heißt übersetzt "willkommen", was aber eins zu eins auf deutsch übersetzt ein wenig merkwürdig daherkäme. Also ist man zuerst im Gaststättengewerbe, nunmehr auch im privaten Bereich auf eine noch freundlichere Übersetzung gekommen.

Man will ausdrücken, daß man gerne gegeben oder einen Wunsch erfüllt hat.

 

Auch, wenn das nicht immer stimmen mag.

 

So ändern sich die Zeiten. Und mit ihnen die Antworten.  Die Frage ist: Hat das die Servicewüste Deutschland in blühende Landschaften verwandelt? Wer je in einem bayrischen Lokal bewirtet wurde, der weiß: So ein "gerne" kann aus dem Munde einer urbayrischen Fachkraft für das Kellnerinnenwesen auch ganz schon rustikal klingen.

 

Danke dafür.

 

Gerne.

 

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