Beverly AllitBeverly Gail Allitt wurde in England am 4.10.1968 geboren. Schon als Kind trug sie gerne Bandagen und Verbände, ohne wirklich verletzt zu sein. Dies, um durch vorgespiegelte Krankeiten Mitleid zu erregen. Denn Frau Allitt litt und leidet (genau genommen waren es ihre Opfer und deren Angehörigen, die darunter litten und leiden) am seltenen "Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom". Bei dieser psychischen Erkrankung fügt der Täter seinen Opfern, meist kleinen Kindern, bewußt Verletzungen zu, um sie zu pflegen und dadurch Aufmerksamkeit zu bekommen. Frau Allitt war das jüngste von vier Kindern und fiel auch früh durch Aggressionen gegen andere Kinder auf. Sie spielte auch des Öfteren ein ganze Palette an Krankheiten vor, um in ein Krankenhaus eingeliefert zu werden und dort versorgt zu werden.

Dazu verletzte sie sich etwa mit Hämmern oder zerbrochenem Glas.

 

Bei ihrer Ausbildung als Krankenschwester hatte sie viele Fehltage aufgrund diverser Krankenhausaufenthalte (allerdings als Patientin). Sie hatte einen zwei Jahre älteren Freund, dem sie gegenüber eine Schwangerschaft vortäuschte. Sie behauptete, vergewaltigt worden zu sein. Auch sonst soll sie manipulativ und immer wieder aggressiv gewesen sein. 

Alles, um Aufmerksamkeit zu erregen.

 

Noch war sie nur auffällig, aber höchstens schwierig im Umgang.

 

Dann aber begann sie, Kleinkindern auf der Nothilfe-Station des Grantham Adn Kesteven Hospital in Lincolnshire eigenmächtig Insulin oder Kaliumchlorid zu spritzen. Nachgewiesen sind 13 Fälle, von denen leider fünf tödlich endeten. Tragischerweise wurde Schwester Beverly eigens gebeten, auf Kinder besonders zu achten, bei denen es schon zu Komplikationen gekommen war. Die Mütter waren ihr auch sehr dankbar, daß sie sich so aufopferungsvoll um ihre Kinder kümmerte. Bei denjenigen Kindern, die die Angriffe überlebten, trösteten auch hohe Entschädigungszahlungen der Klinik nicht über zum Teil sehr schwere Folgen hinweg wie Blindheit oder irreparable, geistige Defekte.

Teilweise werden die Opfer ihr Leben lang behindert bleiben.

 

All diese Verbrechen geschahen innerhalb von nur sechzig Tagen.

 

Frau Allitt wurde zu einer lebenslangen Freiheitstrafe verurteilt. Sie sitzt in einem Hochsicherheitsgefängnis ein. Sie kann frühestens im Jahre 2022 vorzeitig entlassen werden.

 

Über den Fall gibt es mehrere Bücher, selbstverständlich einige Reportagen und auch Filme.

 

Hier noch ein Bild. So sieht sie in der Realität aus: allit2

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